Mittelschüler lernen im Wald, was „klimafit“ bedeutet

Mona HopfingerMona Hopfinger
Wald mit einem Schild "Projekt Klimafitter Wald", Wanderstiefeln und CO2-Symbolen über den Bäumen.
© Mit KI (Gemini) generiert

30 Kinder aus Stein an der Enns haben den Vormittag zwischen Bäumen und Moos verbracht. Ein Förster zeigte ihnen, warum Vielfalt die beste Versicherung für den Wald ist – und ein Jagdhund wurde zum heimlichen Star.

Rund 30 Schülerinnen und Schüler der Klassen 2a und 2b der Mittelschule Stein an der Enns haben am Freitag, 23. Oktober, drei Stunden im Wald verbracht. Auf dem Gelände von Grundbesitzer Colloredo-Mannsfeld im Forstamt Gstatt in der Kleinsölk stand eine zentrale Frage im Mittelpunkt: Wie sieht ein Wald aus, der auch künftig gesund bleibt?

Förster Mario Pernkopf führte die Jugendlichen durch das Projekt „Klimafitter Wald“. Zwischen Stämmen, Wurzeln und Moos galt das Motto: entdecken, staunen, verstehen und mitmachen. Die Kinder durften Fragen stellen und selbst aktiv werden.

Mischwald schützt besser als Monokultur

Was „klimafit“ konkret heißt, erklärte der Förster anschaulich: Ein Wald mit nur einer Baumart ist anfällig. Treffen Hitze, Trockenheit oder Schädlinge ein, sind alle Bäume gleichzeitig betroffen. Ein Mischwald mit unterschiedlichen Arten ist widerstandsfähiger, weil jede Baumart eigene Stärken hat. Vielfalt schützt den Wald also am besten. Zudem speichert ein gesunder Wald CO₂ und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.

Jagdhund Asco als Publikumsliebling

Besonders begeistert waren die Schülerinnen und Schüler von einem vierbeinigen Begleiter: Jagdhund Asco sorgte für leuchtende Augen und war der unbestrittene Liebling des Vormittags. Nebenbei eröffnete er den Zugang zu einem wichtigen Thema: Rehe und anderes Wild fressen gerne an jungen Bäumen. Wird zu viel davon verbissen, können Jungbäume nur sehr erschwert nachwachsen. Die Jagd hilft, das Gleichgewicht zwischen Wald und Wild zu erhalten.

Um 11 Uhr kehrten die Kinder mit matschigen Schuhen und vollen Köpfen in die Schule zurück – mit der Erkenntnis, dass Unterricht manchmal am besten ohne Klassenzimmer funktioniert. Der Hund bekam übrigens keine Hausübung.

Quelle: https://www.soelk.at/Wald_statt_Schulbank_1

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