Mladenovic trainiert nun bei Phelps-Coach Bowman

Mathias FischerMathias Fischer
© Melodie Germann / Pexels (Symbolbild)

Der Salzburger Schwimmer Luka Mladenovic wechselt von der University of Michigan nach Texas. Dort arbeitet er künftig mit Bob Bowman zusammen, dem legendären Trainer von Michael Phelps und anderen Weltstars.

Der Salzburger Luka Mladenovic hat mit seinem Wechsel zur University of Texas nach Austin einen bedeutenden Karriereschritt gesetzt. Nach einer Saison an der University of Michigan wird der Schwimmer künftig von Bob Bowman betreut, einem der weltweit anerkanntesten Trainer im Schwimmsport.

Bowman machte sich vor allem als Erfolgstrainer von Michael Phelps einen Namen. Darüber hinaus formte er zahlreiche weitere Spitzenschwimmer, darunter den französischen Superstar Leon Marchand und den ungarischen Athleten Hubert Kos.

Erfolge der Bowman-Schützlinge

Kos ist über 200 Meter Rücken sowohl Olympiasieger als auch Weltmeister. Bei den Wettkämpfen diese Woche in Paris verbesserte er seinen Europarekord um 89 Hundertstelsekunden und kam dem 17 Jahre alten Weltrekord eines US-Amerikaners aus der Ganzkörperanzug-Ära bis auf 38 Hundertstel nahe.

Marchand holte unter anderem 2024 in Paris vier olympische Goldmedaillen und überbot Weltrekorde von Phelps und Ryan Lochte. Der 24-Jährige tritt diese Woche aufgrund einer noch nicht vollständig ausgeheilten Verletzung nur über zwei Strecken an.

Phelps bleibt Bowmans bekanntester Schützling. Mit 23 olympischen Goldmedaillen ist der heute 41-Jährige sportartenübergreifend der erfolgreichste Olympionike aller Zeiten, Winterspiele eingeschlossen. Der 26-fache Langbahn-Weltmeister gewann keine seiner Einzelmedaillen auf einer Brustlage, war als herausragender Lagenschwimmer aber auch in der technischsten der vier Lagen extrem stark.

Kontakt bestand bereits früher

Mladenovic stand bereits in Kontakt mit Bowman, als dieser noch Chefcoach in Arizona war. 2024 wechselte Bowman nach Texas, während Mladenovic in Michigan landete.

Der 61-jährige Bowman nimmt nicht jeden Athleten in die Trainingsgruppe der Texas Longhorns auf. „Es ist eine mega-große Ehre, dass Bob auch in mir etwas sieht und mich nimmt“, erklärte Mladenovic im APA-Gespräch. Er vertraue dem Kennerblick des Trainers und sei zuversichtlich. „Ich bin gespannt, wo der Weg hinführt.“

Sieben Wochen Vorbereitung in Austin

Zuletzt trainierte Mladenovic bereits sieben Wochen in Austin. „Ich habe jeden Tag gesehen, was die für Arbeit leisten. Das Ziel ist, da heranzukommen“, sagte er. Er freue sich auf den „True Start“, eine ganze Saison dort schwimmen zu dürfen.

Die zu Ende gehende Saison sei kein Vergleichsmaßstab, da er sich in drei verschiedenen Trainingssystemen zurechtfinden musste. In Michigan sei es eher Sprint gewesen, in Salzburg im Mai dann nur auf Kilometer und danach sieben Wochen bei Bowman. Kontinuierliche Arbeit sehe anders aus.

Nach Ansicht des Triple-U23-Europameisters habe Bowman ihn vorerst studiert und analysiert, was seine Stärken und Schwächen seien. Er habe ein bisschen etwas gesehen und angesprochen. Einzelgespräche werde es dann erst nächste Saison geben.

Optimale Bedingungen in Texas

Die Gegebenheiten in Texas seien extrem gut. „Physio, Essen, Doktor – wir haben alles in einem Gebäude“, zeigte sich Mladenovic dankbar. In der Trainingsgruppe herrsche sehr viel Disziplin, und man habe großen Respekt gegenüber dem, was Bowman erreicht habe.

Der EM-Finalist über 200 Meter Brust bezeichnete sich selbst als Typ, der sich zurückhalte und seine Leistungen im Becken für sich sprechen lassen wolle. Im nächsten Jahr vor allem bei den Weltmeisterschaften Mitte Juli in Budapest könnte sich Bowmans Einfluss auf Mladenovics Leistungen erstmals stark bemerkbar machen.

Quelle: APA

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