Mödling bekommt Anrufsammeltaxis ab Herbst 2027

Die niederösterreichische Stadt Mödling führt ein neues Mobilitätssystem ein. Ab Ende Oktober 2027 sollen Anrufsammeltaxis den Stadtverkehr ergänzen. Das Projekt trägt den Namen „leoPOLDI“ und wird von der Stadt finanziert.
Die Stadt Mödling plant den Start eines flexiblen Verkehrssystems für Herbst 2027. Das Angebot namens „leoPOLDI“ soll zu den Herbstferien, konkret Ende Oktober 2027, in Betrieb gehen. Die Finanzierung übernimmt die Stadt selbst, während die NÖVOG für die Umsetzung verantwortlich zeichnet. Aktuell läuft eine öffentliche Ausschreibung zur Suche eines Verkehrsunternehmens, das den Betrieb übernehmen wird.
Das neue System wird mit dem vorhandenen Bus- und Bahnnetz koordiniert. Fahrgäste sollen dadurch ein umfassendes öffentliches Verkehrsangebot nutzen können.
125 Haltepunkte im gesamten Stadtgebiet
NÖ Verkehrslandesrat Udo Landbauer betonte, dass die Kombination aus Linienverkehr und flexiblen Anrufsammeltaxis den öffentlichen Verkehr breiter aufstelle. Mit 125 Haltepunkten entstehe ein deutlich dichteres Netz. Familien, Pendler und Senioren würden davon profitieren, dass sie sicher, schnell und verlässlich von A nach B kämen.
Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Vizebürgermeister Rainer Praschak zeigten sich vom Konzept überzeugt. Die Anrufsammeltaxis stünden genau dann bereit, wenn sie gebraucht würden – ob für Wege zu Gesundheitseinrichtungen, Einkäufe, Besuche oder berufliche Zwecke.
Flächendeckendes Angebot auch abends und am Wochenende
Stadtrat Tim Pöchhacker hob hervor, dass das neue System ein flächendeckendes Angebot auch am Abend und an Wochenenden biete. Fahrgäste erhielten deutlich flexiblere Öffis mit viel besseren Betriebszeiten als aktuell. Künftig werde außerdem ganz Mödling vom Angebot abgedeckt, weshalb deutlich mehr Menschen in der Stadt davon profitieren würden.
Die NÖVOG-Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl betonten, dass das Zusammenspiel von Linienverkehren mit bedarfsgesteuerten Angeboten für Fahrgäste optimale Mobilitätslösungen für verschiedenste Lebensbereiche bedeute. Wo es Busse, Bahnen und Anrufsammeltaxis gebe, sei der öffentliche Verkehr oft die beste Wahl.
Drei Fahrzeuge, eines davon barrierefrei
Für den Betrieb sind drei Fahrzeuge vorgesehen, von denen eines barrierefrei ausgestattet sein wird. Das Angebot wird über ein engmaschiges Netz an Sammel- und Haltestellen organisiert. Insgesamt sind rund 125 Haltepunkte im Gemeindegebiet geplant. Auch die Anbindung an die Badner Bahn wird sichergestellt. Die konkrete Lage der einzelnen Sammelstellen wird in den kommenden Monaten festgelegt.
Die leopoldi-Anrufsammeltaxis verkehren auf Bestellung. Fahrgäste können ihre Fahrt telefonisch oder über die poldi-App anfordern. Bei der Preisgestaltung ist eine Anlehnung an das bestehende öffentliche Verkehrsangebot vorgesehen. Der Tarif entspricht dem Angebot des Verkehrsverbund Ost-Region (VOR), inklusive Anerkennung von Zeitkarten wie Jahreskarten oder KlimaTickets. Das Angebot verbindet die Vorteile eines günstigen öffentlichen Verkehrs mit einer flexiblen, am tatsächlichen Bedarf orientierten Bedienung.
Quelle: OTS
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