Mödling plant Maßnahmen für Wassersicherheit

Mathias FischerMathias Fischer
Mödling: Neun Männer und eine Frau halten Schilder mit dem Logo "zukunft. wasser. sicherheit."
© Stadtgemeinde Mödling

Die Stadtgemeinde Mödling reagiert auf die anhaltende Trockenheit und startet ein Projekt zur langfristigen Sicherung der Wasserversorgung. Stadtrat Markus Gilly leitet die Initiative „Zukunft.Wasser.Sicherheit“.

Die Stadtgemeinde Mödling hat ein Projekt zur Wassersicherheit ins Leben gerufen. Hintergrund sind die extrem niedrigen Niederschlagsmengen im laufenden Jahr. 2026 zählt bisher zu den niederschlagärmsten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen. In Niederösterreich lag das Niederschlags-Defizit im ersten Halbjahr bei 43 Prozent. Viele Grundwasser-Messstellen zeigen niedrige oder sehr niedrige Werte.

Das Projekt „Zukunft.Wasser.Sicherheit“ wird von Markus Gilly, Stadtrat für städtische Betriebe, geleitet. Es soll die Wasserversorgung der Stadt analysieren, Einsparpotenziale aufzeigen und neue Nutzungsmöglichkeiten prüfen. „Derzeit haben wir noch keine Probleme mit der Wasserversorgung. Aber auch wir sehen schon, dass wir zu Spitzenzeiten an die Grenzen kommen“, erklärt Gilly.

Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Vizebürgermeister Rainer Praschak betonen die Notwendigkeit vorausschauenden Handelns. Es gehe darum, alle Möglichkeiten auszuschöpfen, um die Wasserversorgung auch künftig sicherzustellen. Dabei stünden sowohl zusätzliche Wasserressourcen als auch ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser im Fokus.

Erste Sitzung mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung

Am 23. September fand die erste Arbeitssitzung zum Thema statt. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Abteilungen der Stadt Mödling tauschten sich über Maßnahmen zur Sicherung der Wasserversorgung und zum sparsamen Umgang mit der Ressource aus.

Ein zentraler Punkt ist die Wasser-Kreislaufwirtschaft. Geprüft werden soll, welches Wasser für die Bewässerung der Gärtnerei oder die Reinigung von Anlagen verwendet werden kann. Auch die Speicherung von Wasser auf der Kläranlage sowie die Nutzung von Regenwasser und geeigneten Speichern werden untersucht.

Gleichzeitig soll der Wasserverbrauch reduziert werden. Bei künftigen Bepflanzungen will die Stadt verstärkt auf hitze- und trockenheitsverträgliche Pflanzen setzen. Für den Ernstfall wird zudem ein Plan für die Notversorgung erarbeitet.

Prüfung von Machbarkeit und Kosten

Die weiteren Schritte sollen nun hinsichtlich technischer Machbarkeit, Kosten, rechtlicher Rahmenbedingungen und ökologischer Auswirkungen geprüft werden. Der Erfahrungsaustausch mit der Abteilung Wasserwirtschaft des Landes Niederösterreich, anderen Gemeinden und Fachunternehmen soll dabei verstärkt genutzt werden.

Quelle: https://www.moedling.at/Moedling_startet_Projekt_zur_Wassersicherheit

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