Mödling wird klimafit: TU-Studierende entwickeln Projekte
Studierende der TU Wien haben gemeinsam mit der Stadt Mödling Konzepte für eine klimagerechte Stadtplanung erarbeitet. Vier Projekte sollen die niederösterreichische Stadt künftig besser gegen Hitze wappnen und die Lebensqualität erhöhen.
Im Rahmen eines Studienprojekts an der Technischen Universität Wien haben angehende Raumplanerinnen und Raumplaner in Zusammenarbeit mit der Stadt Mödling und der Modellregion Thermenlinie (KEM & KLAR!) Konzepte für eine zukunftsfähige Stadtentwicklung ausgearbeitet. Im Zentrum stand die Frage, wie die Stadt durch Planung besser mit steigenden Temperaturen umgehen und gleichzeitig die Lebensqualität bewahren kann.
Die Studierenden analysierten zusammen mit Fachleuten das örtliche Klima, Grünflächen, soziale Räume sowie die Mobilität. Ein zentrales Thema war der Umgang mit zunehmender Hitze: Wo fehlt Schatten? Wo kann Wasser kühlen? Wo können Menschen sicher zu Fuß und mit dem Rad unterwegs sein?
Vier Leitprojekte für mehr Lebensqualität
Aus der Analyse entstanden vier konkrete Projektvorschläge, die sich auf den Mödlingbach, die Schöffelstadt und den Hyrtlplatz konzentrieren:
- Mödling Zammbringen: Verbindung von Menschen, Ideen und Orten durch Treffpunkte, Information und Beteiligung.
- Mödling auf coolen Wegen: Sichere, schattige Routen für Fußgänger und Radfahrer mit Rast- und Trinkmöglichkeiten.
- Grünes Netz: Mehr Bäume und Beete, entsiegelte Flächen sowie schattige Wege. Parks und Höfe werden miteinander verbunden.
- BachOase: Neue Aufenthaltsorte am Wasser mit Stufen und Spielbereichen. Der Bach soll kühlen und die Natur gestärkt werden.
Die Entwürfe wurden bei einer Präsentations- und Posterschau vorgestellt. Dabei zeigte sich laut den Verantwortlichen, dass innovative Raumplanung die Stadt klimafit machen und die Aufenthaltsqualität für alle steigern kann.
Beteiligungsverfahren geplant
Die Stadt Mödling und das Team der Modellregion Thermenlinie wollen die Projekte nun gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern weiterentwickeln. In einem Beteiligungsverfahren sollen Wünsche und Bedürfnisse der Anrainerinnen und Anrainer aufgenommen werden. Danach wird an den Umsetzungsperspektiven gearbeitet.
Bürgermeisterin Silvia Drechsler und Vizebürgermeister Rainer Praschak bedankten sich bei den Organisatorinnen und Begleitern des Projekts. Sie betonten: „Mit jungen Menschen über klimafitte Raumplanung sprechen zu können ist spannend und macht uns zuversichtlich für die Zukunft.“
KEM-Managerin Karin Mairitsch zeigte sich von den Entwürfen inspiriert: „Durch die KI-gestützte Visualisierung der Möglichkeiten wird klar, wie schön und menschenfreundlich die öffentlichen Plätze aussehen können.“ Sie verwies allerdings auch auf die Herausforderung der Finanzierung, die vermutlich eine gemeinsame Anstrengung von Gemeinde, Unternehmen und Bürgerinnen und Bürgern erfordere.
Weitere Informationen, Leitbilder, Entwürfe und Visualisierungen der vier Leitprojekte werden auf der Webseite der Modellregion Thermenlinie veröffentlicht.
Quelle: https://www.moedling.at/Klimafitte_Projekte_der_TU_Wien_fuer_Moedling_1
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