„MoodUp“ startet in Niederösterreich für Jugendliche

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Mit „MoodUp“ setzt Niederösterreich auf die Stärkung der psychosozialen Gesundheit junger Menschen. Die Initiative richtet sich an 12- bis 20-Jährige und wird bis 2028 umgesetzt.

In Niederösterreich wurde am Mittwoch die Initiative „MoodUp“ präsentiert. Bei einem Pressegespräch in St. Pölten stellten Landesrat Anton Kasser, Landesrat Martin Antauer, NÖGUS-Geschäftsführer Volker Knestel und Projektkoordinatorin Sabine Brandstetter das mehrjährige Projekt vor. Im Zentrum stehen Jugendgesundheitskonferenzen, die die Gesundheitskompetenz von 12- bis 20-Jährigen fördern sollen. Die Maßnahme ist Teil der österreichischen Vorsorgestrategie.

Psychosoziale Belastung bei Jugendlichen steigt

Kasser verwies auf Studien, die eine zunehmende psychosoziale Belastung bei jungen Menschen zeigen. Krisen, Ängste, Reizüberflutungen und die steigende Nutzung digitaler Medien würden dazu führen, dass Jugendliche zu viel Zeit vor dem Handy verbringen. „Wir als Bundesland Niederösterreich wissen, dass psychische Erkrankungen zu den größten gesundheitlichen Herausforderungen zählen und besonders bei Jugendlichen großer Handlungsbedarf besteht“, sagte der Landesrat. Niederösterreich habe deshalb heuer bei „Tut gut“ einen Schwerpunkt auf diesen Bereich gelegt.

Antauer, der auch NÖGUS-Vorsitzender ist, betonte die Dringlichkeit rechtzeitiger Gesundheitsvorsorge. Aktuelle Studien zeigten, dass Jugendliche häufig von Niedergeschlagenheit und Schlaflosigkeit berichten. Rund zehn Prozent leiden unter einer depressiven Verstimmung. Die Zahl der Spitalsaufenthalte bei jungen Menschen habe sich in den letzten Jahren mehr als vervierfacht. „Hinter diesen Zahlen stehen Jugendliche mit Talenten, Hoffnungen und Träumen. Deshalb müssen wir als Bundesland Niederösterreich früher handeln und jungen Menschen rechtzeitig die Unterstützung und Angebote geben, die sie brauchen“, so Antauer.

Finanzierung aus Bundesmitteln bis 2028

Knestel erklärte, dass der Niederösterreichische Gesundheits- und Sozialfonds (NÖGUS) Auftraggeber des Projekts ist. Die Umsetzung erfolgt durch die „Tut gut“ Gesundheitsvorsorge bis 2028. Finanziert wird die Initiative im Rahmen der österreichweiten Vorsorgestrategie aus Mitteln der Bundesgesundheitsagentur.

Jugendliche wählen Themen selbst

Brandstetter hob das partizipative Konzept hervor: Die Jugendlichen wählen ihre Themen selbst und entwickeln eigene Projekte mit Umsetzungspartnern. Pro Gruppe stehen bis zu 500 Euro Förderung für jedes Projekt zur Verfügung. Jugendeinrichtungen, Schulen und Gemeinden unterstützen die Durchführung. In den nächsten Wochen finden drei Informationsveranstaltungen statt: am 21. September in Amstetten, am 8. Oktober in St. Pölten und am 13. Oktober online.

Die Projekte werden durch Workshops begleitet. Am Ende stehen die Jugendgesundheitskonferenzen, bei denen die Gruppen ihre Projekte anderen Jugendlichen präsentieren. Den Auftakt machen Amstetten am 17. Juni 2027 und St. Pölten am 24. Juni 2027. Im Jahr 2028 folgen Mistelbach, Zwettl und Wiener Neustadt. Damit erreicht das Angebot alle fünf Hauptregionen Niederösterreichs.

Weitere Informationen gibt es bei „Tut gut!“ unter 0676/8587034200 oder per E-Mail an thomas.klemm@noetutgut.at sowie auf www.noetutgut.at und www.moodup.at.

Quelle: OTS

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