Mozarteum eröffnet X-Reality-Lab mit Festival in Salzburg

Pia ProdingerPia Prodinger
X-Reality-Lab mit 3D-Projektion, Klavier und Lautsprechern in Wien
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Universität Mozarteum präsentiert von 24. bis 26. September ihr neues X-Reality-Lab. Das dreitägige Festival „Staging Realities“ bietet immersive Installationen, Musikbeiträge und Performances rund um Extended Reality.

Die Universität Mozarteum eröffnet Ende September erstmals ihr neues X-Reality-Lab. Im Rahmen des Festivals „Staging Realities“ wird die hochmoderne Forschungsinfrastruktur vorgestellt, die künstlerische Arbeit mit digitaler Medientechnologie verbindet. Das Festival richtet sich an alle, die sich für den Bereich Extended Reality (XR) interessieren.

Das Programm bietet unter anderem musikalische Beiträge von Elementarstrategien, DJ T.K., Alex Bauer, Marco Döttlinger und Esther van Kalken. Zudem wird Thomas Kürstners PI-Piano-Installation präsentiert. Die immersive Installation „Merging Visions“ stammt von Artist-in-Residence Merve Sahin.

Ebenfalls als Artist in Residence beteiligt ist das Studio Nohlab, das mit „JOURNEY“ ein vierminütiges immersives Erlebnis über die Geschichte der Photonen zeigt. Ergänzt wird das Programm durch Kinoformate, den Workshop „KI Entschlüsseln“ sowie interaktive Installationen der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK). Mit der Hochschule ist eine vertiefte Zusammenarbeit im Bereich der Immersive Arts geplant.

Im Rahmen einer Kooperation mit der Schmiede Hallein 2026 (AiAiA) entwickeln junge Künstlerinnen und Künstler Prototypen für das XR-Lab, die beim Festival vorgestellt werden. Im Fokus stehen dabei ein gemeinsamer Hackathon sowie die Nutzung des am Mozarteum entwickelten Open-Source-Frameworks mozXR.

Besucherinnen und Besucher erhalten nicht nur Einblicke in immersive Arbeiten, sondern können sich auch bei Symposien und Diskussionsforen mit den Verantwortlichen der Projekte austauschen.

Erstmals aufgeführt wird zudem die XR-Performance „The Model Nation“ des Künstlerinnenkollektivs STUDIO NOCLIP. Die Produktion entstand im Rahmen der internationalen Artist-in-Residence-Initiative der Universität Mozarteum Salzburg. Die im Herbst 2025 ausgeschriebene Residency war mit 40.000 Euro dotiert und Teil des Projekts MUNDOMAGICX.

Teile der technischen Ausstattung des X-Reality-Labs werden von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG) gefördert und durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des EFRE-Programms kofinanziert.

Der 165 Quadratmeter große Laborbereich im Universitätsgebäude am Kurgarten (UMAK) verfügt über eine umfassende technische Ausstattung. Fünf der sechs Wände sowie der Boden sind vollständig mit 3D-Projektoren ausgestattet. Für die akustische Umsetzung sorgen 80 Lautsprecher und Subwoofer. Darüber hinaus erfassen Lidar-Laser und optische Sensoren den Raum in Echtzeit, um Personen, Objekte und Roboter präzise zu tracken und komplexe 3D-Klangsimulationen zu ermöglichen.

Eine zentrale Rolle spielt auch die Zusammenarbeit mit dem Ars Electronica Futurelab. In gemeinsamer Forschungsarbeit entwickelte die Universität Mozarteum das Software-Framework mozXR. Die modulare Open-Source-Plattform schafft neue Möglichkeiten für kollaborative XR-Produktionen und immersive Performances.

Das Festival „Staging Realities“ findet von 24. bis 26. September an der Universität Mozarteum am Kurgarten in der Schwarzstraße 36 in Salzburg statt.

Quelle: OTS

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