Münichreith-Laimbach bereitet sich auf Blackout vor

Mathias FischerMathias Fischer
Gemeinsam durch Krise: Selbstvorsorge, Hilfsstützpunkte, Nachbarschaftshilfe, Funkmast
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Gemeinde Münichreith-Laimbach hat einen Vorsorgeplan für einen möglichen Blackout erarbeitet. Zwei Hilfebasen sollen im Ernstfall als Informationsdrehscheiben dienen, die Eigenverantwortung der Haushalte steht im Mittelpunkt.

Die niederösterreichische Gemeinde Münichreith-Laimbach hat in den vergangenen Monaten ein Konzept entwickelt, um für einen möglichen Blackout gerüstet zu sein. Unter dem Motto „Gemeinsam durch eine Krise“ informiert die Gemeinde ihre Bürgerinnen und Bürger über Vorsorgemaßnahmen. Akuten Anlass zur Sorge gebe es nicht, betont die Gemeinde, dennoch sehe man sich in der Verpflichtung, für Ausnahmeszenarien vorbereitet zu sein.

Im Zentrum des Plans steht die Eigenverantwortung der Haushalte. Die Gemeinde weist darauf hin, dass sie zwar grundlegende Versorgungsleistungen wie Wasserver- und Abwasserentsorgung, Krisenkommunikation und Sicherheit bereitstellen werde. Für Lebensmittel, Notstrom, Medikamente oder die Rückholung von Familienmitgliedern könne sie jedoch nicht sorgen. Was nicht jetzt vorbereitet werde, stehe im Anlassfall nicht zur Verfügung, so die Gemeinde.

Vier Indikatoren für einen Blackout

Die Gemeinde nennt vier Anzeichen, an denen die Bevölkerung einen Blackout erkennen kann: Der Strom fällt aus, Handy und Festnetz funktionieren nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr, nicht alle Privatradiosender sind empfangbar und auf Ö3 wird im Verkehrsfunk durchgegeben, dass alle Tunnel gesperrt werden müssen. Letzteres geschehe innerhalb der ersten eineinhalb Stunden.

Zwei Hilfebasen eingerichtet

Für den Ernstfall hat Münichreith-Laimbach zwei Hilfebasen vorbereitet: Das Gemeindeamt mit dem Feuerwehrhaus Münichreith sowie das Vereinshaus mit dem Feuerwehrhaus Laimbach. Diese Standorte sollen rund um die Uhr besetzt sein und als Informationsdrehscheiben dienen. Von dort aus können Notrufe abgesetzt und eine medizinische Notversorgung organisiert werden.

Lebensmittel werden an den Hilfebasen nicht verteilt. Dafür sei der Eigenvorrat der Haushalte entscheidend, betont die Gemeinde. Eine entsprechende Checkliste wurde bereits über die Gemeindezeitung verteilt und steht als Download zur Verfügung. Die beiden Feuerwehren bleiben für etwaige Notfälle in Alarmbereitschaft.

Die Gemeinde appelliert an die Bevölkerung, die vorliegende Infobroschüre als Denkanstoß und Gesprächsgrundlage zu nutzen. Persönliche Vorsorge und gute Nachbarschaftshilfe seien das Um und Auf, nur dann könnten auch die Maßnahmen der Gemeinde Wirkung zeigen.

Quelle: https://www.muenichreith-laimbach.gv.at/Blackout-Vorsorge

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