Murmeltiere in Friaul: Tierschützer vermuten Wilderei

Pia ProdingerPia Prodinger
© Niklas Jeromin / Pexels (Symbolbild)

In der friaulischen Provinz Udine schlägt ein Tierschutzverband Alarm: Die Murmeltierpopulation im Montasio-Gebiet soll innerhalb eines Jahres stark zurückgegangen sein. Der Partito Animalista Italiano vermutet systematische Wilderei und hat Behörden eingeschaltet.

Im Montasio-Gebiet in der norditalienischen Provinz Udine sorgt ein möglicher drastischer Schwund der Murmeltierpopulation für Besorgnis. Der italienische Tierschutzverband Partito Animalista Italiano (PAI) hat die Forstbehörden und die Staatsanwaltschaft in Udine informiert und verlangt Ermittlungen sowie eine intensivere Überwachung der Region.

Laut den Tierschützern ist die Anzahl der Murmeltiere auf dem Montasio-Plateau innerhalb von zwölf Monaten erheblich gesunken. Die Organisation vermutet systematische Wilderei als Ursache. Falls sich die Vermutungen bewahrheiten, handle es sich um einen gravierenden Eingriff in die lokale Tierwelt, sagte die regionale Sprecherin Irene Giurovich gegenüber Medien.

Formelle Meldung bei Forstwache

Der Verband hat nach eigenen Angaben eine formelle Meldung bei der Forstwache in Tarvis eingereicht und die Staatsanwaltschaft in Udine in Kenntnis gesetzt. Zu den Forderungen zählen eine systematische Bestandserfassung der Murmeltiere, gezielte Kontrollen sowie regelmäßige Patrouillen in der betroffenen Zone.

Nach Angaben der Tierschützer seien mutmaßliche Wilderer in der Vergangenheit zum Teil verschwunden, ehe Einsatzkräfte nach einem Hinweis vor Ort eingetroffen seien. Aus diesem Grund seien rasche Reaktionen und eine verstärkte Präsenz der Behörden notwendig.

Quelle: APA

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