Nachbarin mit Messer und Axt attackiert – Lebensgefahr

Ein 37-Jähriger soll in Graz seine Nachbarin mit einem Messer und einer Axt angegriffen haben. Die 45-Jährige erlitt lebensgefährliche Verletzungen. Der Mann wurde festgenommen.
Ein 37-jähriger Mann steht im Verdacht, am 2. November 2026 gegen 18.00 Uhr seine Nachbarin in einem Mehrparteienhaus im Grazer Bezirk Geidorf schwer verletzt zu haben. Laut Polizei soll er die 45-Jährige zunächst mit einem Küchenmesser und anschließend mit einer Axt attackiert haben.
Der Angriff ereignete sich im Zuge eines zunächst verbalen Streits zwischen den beiden Wohnungsnachbarn. Die Frau erlitt dabei mehrere schwere Verletzungen im Kopf-, Gesichts- und Halsbereich sowie zahlreiche Stich- und Schnittverletzungen am Oberkörper. Sie wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen ins LKH Graz gebracht und befindet sich im künstlichen Tiefschlaf. Eine Einvernahme war bisher nicht möglich.
Der 37-Jährige wählte selbst den Notruf. Polizisten nahmen ihn noch am Tatort fest. Bei der Einvernahme durch Kriminalisten zeigte sich der Mann geständig, seine Nachbarin mit Messer und Axt angegriffen zu haben. Eine Tötungsabsicht bestritt er. Er gab an, sich lediglich gegen die Frau verteidigt zu haben. Am Verdächtigen konnten keine Verletzungen festgestellt werden.
Ermittlungen zu Motiv laufen
Die mutmaßlichen Tatwaffen – ein Küchenmesser und eine Axt – wurden am Tatort sichergestellt und werden nun kriminaltechnisch untersucht. Das Landeskriminalamt Steiermark hat die Ermittlungen übernommen. Der Grund des Streits und die Hintergründe der Gewalttat sind bisher ungeklärt. Die Behörden führen auch Umfelderhebungen zu möglicherweise zurückliegenden Nachbarschaftsstreitigkeiten durch.
Es gilt die Unschuldsvermutung.
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