Nadel in Schokoriegel: Zehnjährige in Winklarn verletzt

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein zehnjähriges Mädchen hat sich in Winklarn am Gaumen verletzt, nachdem es in einen Schokoriegel mit einer Nadel gebissen hatte. Die Verunsicherung in der niederösterreichischen Gemeinde ist groß, so der ORF.

Das Kind erlitt bei dem Vorfall eine leichte Verletzung am Gaumen. Schwerwiegendere Folgen blieben glücklicherweise aus. In der Gemeinde herrscht nach dem Vorfall große Besorgnis bei Eltern und Kindern.

„Es ist schon arg, da muss ja wer unter uns wohnen, der so grausige Gedanken hat und das ist in so einer kleinen Gemeinde, wo man alle kennt, schon arg“, schildert Claudia Penz, die über WhatsApp von dem Vorfall erfuhr. Die junge Mutter ist zwar nicht unmittelbar betroffen, doch bleibe ein seltsamer Nachgeschmack. Ihr neunjähriger Sohn Felix würde die Süßigkeiten aufschneiden und kontrollieren, sollte er etwas Verdächtiges entdecken, würde er sie wegwerfen.

Die Polizei empfiehlt, sämtliche gesammelten Süßigkeiten gründlich zu überprüfen.

Süßigkeiten vorsorglich entsorgt

Franz Blumauer hat die zu Halloween gesammelten Süßigkeiten im Müll entsorgt. „Die Sachen, die zu Halloween gesammelt wurden, sind definitiv entfernt worden, ich sehe nicht ein, dass ich alles durchsuche und Angst haben muss. Da ist es besser, die paar Zuckerl sind weg“, erklärt der Wahl-Winklarner. Die Tochter seiner Lebensgefährtin habe die Entscheidung gelassen aufgenommen.

Volksschullehrerin Sophie Wirth, deren Kinder ebenfalls zu Halloween unterwegs waren, zeigt sich erschrocken und verunsichert. „Ich kann das nicht wirklich nachvollziehen. Ich weiß jetzt auch nicht, was ich mit den Süßigkeiten machen soll“, sagt sie. Sie bedauert die Auswirkungen auf die Kinder: „Es ist schade, die Kinder wollten einfach einen schönen Abend haben und ihn genießen. Jetzt wird man da total verunsichert. Und das wird bestimmt Konsequenzen haben für die nächsten Jahre.“

Acht Fälle in Österreich bekannt

In Österreich sind bereits acht Fälle bekannt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren, berichtet Polizeisprecher Johann Baumschlager. „Die Ermittler gehen mit den Opfern die Örtlichkeiten durch, wo sie die Süßigkeiten bekommen haben, wo sie sie aus Körben aufgenommen haben. Dann schauen sich die Ermittler die Hausbesitzer an, um hier vielleicht den Täter oder die Täterin zu eruieren“, erklärt er.

Die Behörden prüfen auch, ob ein Zusammenhang mit Fällen in Deutschland besteht oder ob Aufrufe auf Social Media eine Rolle gespielt haben könnten. Die Polizei rät, sich bei verdächtigen Funden umgehend bei der nächsten Dienststelle zu melden.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3377976/

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