Nationalrat beschließt Aktivpension ab 2027

Pia ProdingerPia Prodinger
Holzfigur eines Mannes mit Stock steht auf Münzstapeln vor unscharfem grünen Hintergrund
© Kärntner Volkspartei

Der Nationalrat hat die Aktivpension beschlossen. Ab Jänner 2027 werden Menschen, die freiwillig über das Pensionsalter hinaus arbeiten, steuerlich und bei Sozialversicherungsbeiträgen entlastet. Die ÖVP sieht darin mehr Leistungsgerechtigkeit und eine Stärkung der Betriebe.

Martin Gruber, LH-Stellvertreter und ÖVP-Landesparteiobmann, bezeichnet den Beschluss als wichtigen Schritt für mehr Leistungsgerechtigkeit und zur Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Die neue Regelung soll Menschen, die nach Erreichen des gesetzlichen Pensionsalters freiwillig weiterarbeiten, finanziell attraktiver machen.

„Wer mehr leistet, muss auch mehr davon haben“, betont Gruber. Leistung, Fleiß und Eigenverantwortung dürften nicht durch hohe Abgaben ausgebremst werden. Wer freiwillig länger arbeite, solle einen spürbaren finanziellen Vorteil haben.

Freibetrag bis 15.000 Euro jährlich

Die Aktivpension schafft einen steuerlichen Freibetrag von bis zu 1.250 Euro monatlich beziehungsweise 15.000 Euro jährlich. Zusätzlich werden Personen, die über das Regelpensionsalter hinaus erwerbstätig bleiben, bei den Pensionsversicherungsbeiträgen entlastet.

Auch die heimischen Betriebe sollen von der Regelung profitieren: Erfahrene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können länger im Berufsleben bleiben, wertvolles Know-how bleibt erhalten und zusätzliche Fachkräfte stehen dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Wahlfreiheit und Wertschätzung

Elisabeth Scheucher-Pichler, Obfrau des Kärntner Seniorenbundes und Nationalratsabgeordnete, sieht in der Aktivpension ein wichtiges Signal für die ältere Generation. Viele Seniorinnen und Senioren möchten auch nach Erreichen des Pensionsalters aktiv bleiben und ihre Erfahrung weitergeben.

„Niemand muss länger arbeiten. Aber wer freiwillig weiterarbeiten möchte, soll gute Rahmenbedingungen vorfinden und finanziell davon profitieren“, erklärt Scheucher-Pichler. Das sei eine Frage der Wertschätzung und der Wahlfreiheit.

Gruber abschließend: Mit der Aktivpension werde ein klarer Grundsatz umgesetzt – Einsatz solle sich auszahlen. Gleichzeitig würden die Betriebe gestärkt, indem Erfahrung und Know-how länger erhalten blieben.

Quelle: https://ktnvp.at/2026/09/23/aktivpension-beschlossen-gruber-und-scheucher-pichler-begruessen-entlastung

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