Neos fordern kürzere Sommerferien in Niederösterreich

Mathias FischerMathias Fischer
Susanne Raab, Bundesministerin für Frauen, Familie und Jugend
© www.markusroessle.com

Die pinke Landessprecherin Indra Collini startete in St. Pölten eine Erhebung zur Kinderbetreuung in den Sommerferien. Sie kritisiert das Angebot in Niederösterreich und bringt eine Verkürzung der neunwöchigen Sommerferien ins Spiel, so der ORF.

Die Neos Niederösterreich haben am Donnerstag in St. Pölten eine Gesprächsreihe zur Sommerbetreuung von Kindern gestartet. Indra Collini verteilte mit ihrem Team am Marktstand Eislutscher und Flyer und sprach mit Eltern, Großeltern und Kindern über ihre Erfahrungen.

Bis Ende August will die Landessprecherin in 40 Gemeinden erheben, wie die Bevölkerung das Betreuungsangebot während der Sommerferien bewertet. Die Auftaktveranstaltung fand in der niederösterreichischen Landeshauptstadt statt.

Kritik am Betreuungsangebot

Collini widerspricht der Einschätzung der Landesregierung, wonach das Angebot gut sei. Sie verweist darauf, dass ein Viertel der Gemeinden keine durchgehende Betreuung im Sommer bereitstelle. Ihr Ziel sei ein flächendeckendes Netz.

Die Neos-Politikerin betont, dass Eltern oft nur fünf Wochen Urlaub zur Verfügung stehen, während die Sommerferien allein schon neun Wochen dauern. „Da muss man schon auch darüber reden, ob es nicht besser wäre, die Sommerferien zu verkürzen“, so Collini. Allerdings müsse dann die Frage der Hitzetage an Schulen neu diskutiert werden.

Online-Plattformen für regionale Angebote

Zusätzlich fordert die Landessprecherin Online-Plattformen für jede Region, auf denen alle Betreuungsangebote für Kinder gesammelt sind. Nicht alle Familien könnten auf Großeltern zurückgreifen, viele würden mit Homeoffice und Teilzeit improvisieren müssen.

Eine Zwangsverpflichtung zur Ferienbetreuung lehnen die Neos ab. Es gehe vielmehr darum, Eltern mehr Wahlmöglichkeiten zu bieten.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3361916/

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