Neos fordern Reformen gegen hohe Wohnkosten in Salzburg

Salzburg bleibt nach Tirol der zweitteuerste Immobilienmarkt Österreichs. Die Neos kritisieren die Landes- und Stadtregierung scharf und verlangen strukturelle Änderungen, um Wohnen wieder leistbar zu machen.
Bei einer Pressekonferenz von Raiffeisen Research wurde deutlich: Salzburg ist knapp hinter Tirol weiterhin der zweitteuerste Immobilienmarkt in Österreich. Obwohl die Verkaufszahlen zurückgehen, bleiben die Preise auf hohem Niveau. Besonders am Mietmarkt im Salzburger Zentralraum herrscht nach wie vor starke Nachfrage. Auch beim Eigentumserwerb sind wegen der hohen Preise Kompromisse sowohl für Käufer als auch für Verkäufer notwendig. Experten rechnen damit, dass sich an dieser Situation in den kommenden Jahren kaum etwas ändern wird.
Kritik an KPÖ in Stadt Salzburg
Lukas Rupsch, Gemeinderat der Neos, übte scharfe Kritik an der Stadtregierung. „Beim Thema Wohnen lässt sich immer noch stark polarisieren, besonders deutlich haben sich dabei immer die Kommunisten in der Stadtgemeinde gezeigt“, so Rupsch. Seit die KPÖ in Regierungsverantwortung in der Stadt Salzburg sei, zeigten die Zahlen von Raiffeisen keine Verbesserung – und eine solche sei auch in naher Zukunft nicht absehbar. Die Ankündigungspolitik der KPÖ lasse weiter zu wünschen übrig, Salzburg warte weiterhin auf Maßnahmen, die eine Entlastung der hohen Wohnungskosten mit sich brächten.
Rupsch sieht auch beim Raumentwicklungskonzept (REK) Defizite. Die Stadt verfehle die Ziele der Menschen, der Wunsch nach einem Eigenheim sei in Salzburg weiterhin ungebrochen. Sämtliche Ankündigungen der KPÖ ließen weiter auf sich warten, die Mieten in der Stadt blieben hoch und Eigentum kaum leistbar. Projekte, die daran etwas ändern würden, blieben weiterhin aus. „Unsere Devise bleibt es, höher zu bauen und mehr Angebot zu schaffen“, erklärte der Neos-Gemeinderat.
Landesregierung soll gegensteuern
Auf Landesebene fordert Sepp Schellhorn, Landessprecher der Neos, ein entschlossenes Gegensteuern. Die schwarz-blaue Landesregierung dürfe nicht weiter dabei zusehen, wie Wohnen für immer mehr Menschen nicht mehr leistbar werde. Es brauche jetzt strukturelle Reformen. „Mehr denn je müssen wir neben Sanierung und Verdichtung auch bei den Rahmenbedingungen ansetzen“, so Schellhorn.
Vereinfachte Bauvorschriften und weniger starre Vorgaben könnten wesentlich dazu beitragen, dass Projekte schneller und kostengünstiger umgesetzt würden. Als Beispiel nannte Schellhorn den in Deutschland geplanten „Gebäudetyp E“. Dieser zeige, wie mehr Flexibilität beim Bauen ermöglicht werden könne, ohne unnötige Standards zum Hindernis zu machen. Auch Salzburg sollte diesen Weg gehen und Planern sowie Bauträgern mehr Spielraum bei der Umsetzung geben. Weniger überflüssige Vorgaben senkten die Kosten, beschleunigten Verfahren und schafften damit die Grundlage für mehr leistbaren Wohnraum.
Quelle: https://salzburg.neos.eu/aktuelles-events/blog/2026/9/ankuendigungspolitik-ohne-erfolge
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