Neos kritisieren KPÖ wegen Festspiel-Kampagne

Pia ProdingerPia Prodinger
Wolfgang Sobotka, Nationalratspräsident, vor österreichischer und EU-Flagge
© salzburg.neos.eu

Die Neos Salzburg werfen der KPÖ vor, mit einer Umfrage populistische Stimmung gegen die Salzburger Festspiele zu machen. Landessprecher Sepp Schellhorn verteidigt die Veranstaltung als breit verankerte Kulturinstitution.

Die Neos Salzburg haben der KPÖ vorgeworfen, populistische Stimmungsmache gegen die Salzburger Festspiele zu betreiben. Sepp Schellhorn, Landessprecher der Neos, kritisierte am Montag, dass aus einer Umfrage eine Anti-Festspiel-Kampagne konstruiert werde. Das habe mit seriöser Kulturpolitik nichts zu tun.

Eine von Spectra durchgeführte Befragung zeige, dass 47 Prozent der Salzburgerinnen und Salzburger bereits eine Aufführung der Festspiele besucht hätten. Keine andere vergleichbare Institution in Österreich erreiche eine derart breite Verankerung in der Bevölkerung, so Schellhorn. Wer daraus einen Skandal mache, betreibe populistische Stimmungsmache statt seriöser Kulturpolitik.

Kritik an Einteilung nach Einkommen und Bildung

Schellhorn wandte sich zudem gegen die Einteilung der Salzburgerinnen und Salzburger nach Einkommen, Bildungsgrad und Wohnort. Es sei falsch, die Menschen in Gruppen einzuteilen und daraus eine gesellschaftliche Trennlinie abzuleiten. Kultur dürfe nicht dazu missbraucht werden, neue Gräben zwischen den Menschen aufzureißen.

Die Salzburger Festspiele seien keine Veranstaltung für eine kleine Elite, sondern ein international bedeutendes Kulturereignis, das tief im Bundesland verankert sei, betonte der Neos-Landessprecher.

Wirtschaftsfaktor mit 250 Millionen Euro Wertschöpfung

Schellhorn verwies auf die wirtschaftliche Bedeutung der Festspiele. Sie generierten jedes Jahr 250 Millionen Euro an Wertschöpfung. Über den Sommer arbeiteten dort 4.500 Menschen. Gleichzeitig seien sie ein wichtiger Impulsgeber für Tourismus, Hotellerie, Gastronomie und den gesamten Wirtschaftsstandort Salzburg.

Die KPÖ müsse aufhören, eine international renommierte Institution schlechtzureden, forderte Schellhorn. Stattdessen solle sie konstruktive Vorschläge liefern, wie noch mehr Menschen für Kultur begeistert werden könnten. Die Zahlen zeigten klar, dass die Festspiele weit mehr als ein Kulturereignis seien: Sie seien ein wichtiger Motor für Beschäftigung, Tourismus und Wertschöpfung in Salzburg.

Quelle: https://salzburg.neos.eu/aktuelles-events/blog/2026/8/neos-salzburg-fordern-ende-populistischer-stimmungsmache-der-kpoe-gegen-die-salzburger-festspiele

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