Neos Landstraße bringen elf Anträge für Radwege und Grünflächen ein

Die Neos-Fraktion in der Bezirksvertretung Landstraße hat bei der Sitzung am 24. September elf Anträge und drei Anfragen vorgelegt. Im Fokus stehen sichere Rad- und Fußwege, mehr Grünflächen sowie Abkühlungsmöglichkeiten im Sommer.
Bei der Sitzung der Bezirksvertretung Landstraße am 24. September haben die Neos insgesamt elf Anträge und drei Anfragen eingebracht. Die Initiativen konzentrieren sich auf Verkehrssicherheit für Radfahrende und Fußgänger:innen, Begrünung sowie klare Zuständigkeiten im Bezirk.
Verkehrsberuhigung und Begrünung
Ein Antrag verlangt, dass ein Low Traffic Grätzl im Bereich Lagergasse/Traungasse geprüft wird. Modalfilter (Sperren, die Autos aufhalten, Fußgänger und Radfahrer aber durchlassen), mobile Begrünung und Sitzbereiche ohne Konsumzwang sollen den Durchzugsverkehr verringern. So soll auch ein kühler Ort zum Verweilen entstehen. Der Antrag ging an die Verkehrskommission.
Die Neos fordern für den viel befahrenen Kreisverkehr Leopold-Böhm-Straße/Schöpsstraße eine schöne Bepflanzung. Derzeit gibt es dort eine Grasfläche, die im Sommer vertrocknet ist. Firmen in der Umgebung sollen bei Finanzierung und Pflege mithelfen. Dieser Antrag wurde angenommen.
Verbesserungen für Radverkehr
Zwischen Viehmarktstraße und Hauptbahnhof ist die Beschilderung für Radfahrende lückenhaft, weshalb viele auf stark befahrene Straßen ausweichen. Klare, durchgängige Wegweiser sollen zu den sicheren Routen in unmittelbarer Nähe führen. Auch dieser Antrag fand Zustimmung.
An der Kreuzung Ghegastraße/Landstraßer Gürtel fehlt ein klares Leitsystem für den Radverkehr, seit die Bodenmarkierungen entfernt wurden. Eine einzelne breite Rechtsabbiegespur und ein durchgehender Radfahrstreifen sollen gefährliche Situationen deutlich verringern. Die Bezirksvertretung hat den Antrag angenommen.
Die Einfahrt in den Radweg am Arenbergpark übersieht man leicht, und sie wirkt gefährlich. Eine Linksabbiegespur für Radfahrende, eine abgesenkte Einfahrt und eine klare Beschilderung sollen das Radfahren durch den Park verringern. Dieser Antrag ging an die Verkehrskommission.
Sicherheit für Fußgänger:innen
In der Gußhausstraße staut sich der Verkehr stadteinwärts regelmäßig weit zurück, weil sich die Fahrbahn verengt. Ein Schutzweg parallel zum Radweg und eine zurückversetzte Wartefläche sollen den Rückstau verringern und Fußgänger:innen mehr Sicherheit geben. Der Antrag wurde angenommen.
In der Rasumofskygasse 25 machen zwei Parkplätze, die teilweise auf dem Gehsteig markiert sind, die viel genutzte Verbindung zwischen Rochusmarkt und Rotundenbrücke enger. Die Parkplätze sollen neu geordnet werden. Dann steht den Fußgänger:innen wieder der ganze Gehsteig zur Verfügung. Auch dieser Antrag wurde angenommen.
Auf Höhe der Hainburger Straße 36 kann man wegen parkender Autos derzeit nicht sicher queren. Eine neue Querung würde die Galleria besser an das Fußwegenetz Richtung Apostelgasse/Erdbergstraße anschließen. Das Projekt ist im „Masterplan Gehen Landstraße” sehr wichtig. Es wurde angenommen.
Weitere Anträge
Immer mehr Menschen schwimmen im Sommer im Donaukanal, an den Einstiegsstellen fehlen aber Informationen zu Strömung, Schiffsverkehr und Sperrzonen. Die Neos fordern Hinweisschilder, die gemeinsam mit dem Verein Donaukanal Schwimmen gestaltet werden. Der Antrag wurde angenommen.
In der Kelsenstraße sollen ein bis zwei öffentliche Ladestationen für E-Autos entstehen, alternativ an einem Standort in unmittelbarer Nähe. Die Nachfrage nach wohnortnaher Ladeinfrastruktur steigt mit der Zahl der Elektrofahrzeuge. Der Antrag wurde angenommen.
Viele Fahrgäste kennen den digitalen Ticketkauf über WienMobil noch nicht, vor allem Tourist:innen. Gut sichtbare Hinweise an den Stationen sollen das ändern, besonders bei Wien Mitte und rund um das Belvedere. Dann müssen die Leute auch weniger lang an den Automaten warten. Auch dieser Antrag wurde angenommen.
Anfragen zu Hitzeschutz und Lärm
Im ganzen Bezirk gibt es derzeit nur eine Coole Zone, und zwar im Pensionistenklub Ljuba-Welitsch-Promenade. Die Neos möchten wissen, wie die Bevölkerung sie annimmt. Sie fragen auch, ob es weitere Standorte geben soll und ob die Menschen bei der Auswahl mitreden dürfen.
Anrainer:innen klagen seit Monaten über sehr laute Warnsignale am Hauptbahnhof zwischen 3 und 5 Uhr früh. Die Neos wollen wissen, woher die Signale kommen, wozu sie dienen und auf welcher rechtlichen Grundlage sie ertönen. Außerdem fragen sie, ob man prüft, wie der Lärm leiser werden kann, und ob man schon mit den ÖBB gesprochen hat.
Entlang des Donaukanals ist oft nicht klar, wer für welche Flächen zuständig ist und wo der Bezirk mitgestalten kann. Die Neos verlangen eine Übersicht über Eigentum, Zuständigkeiten und Kosten. So kann der Bezirk die Interessen der Bevölkerung besser vertreten.
Abstimmungsverhalten
Dem Resolutionsantrag der KPÖ, die Verhandlungen zur Eventhalle St. Marx auf unbestimmte Zeit auszusetzen, haben die Neos nicht zugestimmt. Die Partei drängt auf eine baldige Entscheidung.
Den gemeinsamen Antrag fast aller Fraktionen für geeignete Hitzeschutzmaßnahmen in öffentlichen Kindergärten und Volksschulen haben die Neos unterstützt. Auch dem eigenen Antrag der Grünen haben sie zugestimmt.
Quelle: https://wien.neos.eu/aktuelles/news/2026/10/vom-donaukanal-bis-zum-hauptbahnhof
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