Nepp fordert Aufklärung zu Rissen in Reichsbrücke

Mona HopfingerMona Hopfinger
Zug auf Schienen, Riss in Brücke, Messschieber misst 8mm Abweichung, Warnglocken, Geschwindigkeitsbegrenzung 60 und 25 km/h
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Der Wiener FPÖ-Stadtrat Dominik Nepp verlangt Transparenz über einen Riss im Tragwerk der Reichsbrücke und eine fehlerhafte U-Bahn-Weiche.

Berichte über einen Riss im Tragwerk der Reichsbrücke und eine mangelhafte U-Bahn-Weiche sorgen für Diskussionen über die Sicherheit der wichtigen Wiener Verkehrsverbindung. Laut vorliegenden Informationen soll die MA 29 einen Riss festgestellt haben, woraufhin die erlaubte Geschwindigkeit der U-Bahn per Dienstanweisung von 80 auf 60 km/h gesenkt wurde.

Unabhängig davon soll eine neu verbaute Weiche vor der Station Vorgartenstraße eine Abweichung von acht Millimetern aufweisen. Züge dürfen dort nur noch mit maximal 25 km/h fahren.

FPÖ verlangt Offenlegung

FPÖ-Stadtrat Dominik Nepp fordert die Stadtregierung auf, sämtliche technischen Gutachten und Sicherheitsmaßnahmen offenzulegen. „Wenn Risse im Tragwerk der Reichsbrücke festgestellt werden und gleichzeitig eine neu eingebaute Weiche derart mangelhaft ist, dass U-Bahnen dann sogar nur noch im Schritttempo unterwegs sein können, müssen sämtliche Alarmglocken läuten“, so Nepp.

Die Wienerinnen und Wiener hätten ein Recht darauf zu erfahren, wie sicher diese zentrale Verkehrsverbindung tatsächlich sei.

Kritik an Kommunikation der Wiener Linien

Nepp kritisiert, dass die Wiener Linien die Geschwindigkeitsbeschränkungen ausschließlich mit den Weichen begründen würden, obwohl nach vorliegenden Informationen eine eigenständige Dienstanweisung zur Reduktion von 80 auf 60 km/h im Zusammenhang mit dem Brückentragwerk stehen soll. Offen sei zudem, wie eine augenscheinlich mangelhafte Weiche überhaupt verbaut und freigegeben werden konnte.

Vorwurf falscher Prioritäten

Der FPÖ-Politiker wirft Bürgermeister Ludwig vor, Milliarden für ein „gescheitertes Integrationsprojekt namens Bundeshauptstadt“ auszugeben, während das Geld für die Infrastruktur fehle. Statt immer mehr Steuergeld in Fässer ohne Boden zu pumpen, müsse die Stadt endlich in den Erhalt und die Sicherheit ihrer Brücken, Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel investieren.

Nepp verweist auf den Einsturz der Reichsbrücke am 1. August 1976. 50 Jahre später sollte jedem Verantwortlichen klar sein, dass technische Warnsignale niemals auf die leichte Schulter genommen werden dürften. Ludwig müsse für vollständige Aufklärung sorgen und sicherstellen, dass das Steuergeld dort ankomme, wo es den Wienern tatsächlich zugutekommt.

Quelle: https://www.fpoe-wien.at/newsdetailansicht/nepp-fordert-aufklaerung-ueber-risse-im-brueckentragwerk-der-reichsbruecke

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