Nestroy-Preise: Reichenau und Landestheater nominiert

Mathias FischerMathias Fischer
Nestroy-Preise Trophäe mit Lorbeerkranz und Masken auf Bühne vor See und Möwe
© Mit KI (Gemini) generiert

Die Festspiele Reichenau und das Landestheater Niederösterreich gehen mit mehreren Nominierungen ins Rennen um die Nestroy-Preise. Insgesamt gibt es vier Nominierungen für die beiden niederösterreichischen Bühnen, so der ORF.

Bei den Festspielen Reichenau ist die Produktion von „Krieg und Frieden“ nach Leo Tolstoi in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ nominiert. Zusätzlich wurde Tim Werth für seine Darstellung des Fürsten Andrej Bolkonski als „Bestes Schauspiel“ nominiert.

Die Regie übernahm Philipp Hauß, der bereits zum dritten Mal bei den Festspielen inszenierte. Die künstlerische Leiterin Maria Happel würdigte die Nominierungen als Auszeichnung für die Arbeit des gesamten Ensembles und der Festspiele.

Zwei Nominierungen für das Landestheater

Das Landestheater Niederösterreich ist mit zwei Produktionen aus der vergangenen Spielzeit vertreten. Caroline Baas wurde in der Kategorie „Bestes Schauspiel Nebenrolle“ nominiert. Sie verkörpert Mascha in Anton Tschechows „Die Möwe“ unter der Regie von Max Lindemann.

Die Jury lobte das zurückhaltende Spiel von Baas. Die Trauer ihrer Figur zeige sich an Augen und Körperhaltung, ohne dass sie sich in den Vordergrund dränge, hieß es in der Begründung.

In der Kategorie „Bester Nachwuchs Kostüm, Regie, Komposition & Sound, Stück“ ist paula lew van well mit ihrem Stück „der mund wenn er kippt ist ein teich“ nominiert. Das Debütstück entstand im Rahmen des Peter-Turrini-Dramatikerstipendiums des Landes Niederösterreich und wurde von Anne Bader inszeniert.

Die Jury würdigte die Verbindung einer queeren Coming-of-Age-Geschichte mit poetischen Naturbeschreibungen. Im Zentrum stehen Freundschaft, erste Liebe, Trauer und Erinnerungen – vor dem Hintergrund eines Sees, in dem ein Mädchen ertrunken ist.

Die künstlerische Leiterin Patricia Nickel-Dönicke zeigte sich erfreut über die Nominierungen. Baas begeistere das Publikum auch in aktuellen Produktionen mit der Bandbreite ihrer Rollen. Die Nominierung von lew van well zeige zudem, wie wichtig die Förderung junger Dramatik sei.

Quelle: https://noe.orf.at/stories/3375907/

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