Neubacher Au: Wissenschaft und Kunst erkunden Pielach

Mathias FischerMathias Fischer
Gruppe von Menschen steht an einem Seeufer mit Bäumen und Hügeln im Hintergrund
© Marktgemeinde Loosdorf

Der Verein nexus_art + science hat zu einem geführten Spaziergang durch die Neubacher Au eingeladen. Zahlreiche Interessierte erkundeten gemeinsam mit Forschenden und Künstlern die Dynamik der Pielach und ihre ökologische Bedeutung.

Zu einem Spaziergang durch die Neubacher Au hat der Verein nexus_art + science gemeinsam mit Projektpartnern geladen. Viele Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung, um die Flusslandschaft der Pielach aus wissenschaftlicher und künstlerischer Perspektive kennenzulernen.

Durch den Rundgang führten Ass. Prof. Dipl.-Ing. Dr. Florian Borgwardt vom Institut für Hydrobiologie und Gewässermanagement der BOKU Wien und der künstlerische Leiter Herwig Turk. Sie präsentierten einen der letzten frei mäandrierenden Flussabschnitte Niederösterreichs und erläuterten die Zusammenhänge zwischen Flussdynamik, Biodiversität, Hochwasserschutz und Klimawandel.

Hochwasser 2024 als Ausgangspunkt

Das Hochwasser 2024 bildet den Ausgangspunkt des Projekts. Die damals entstandenen Veränderungen in der Flusslandschaft sollen in den kommenden Jahren wissenschaftlich erforscht und künstlerisch interpretiert werden. Das Ziel ist es, ökologische Prozesse sichtbar zu machen und der Bevölkerung verständlich näherzubringen.

Aus der Region kam großes Interesse: Vizebürgermeisterin Birgit Batsch nahm ebenfalls am Spaziergang teil. Die Marktgemeinde Loosdorf unterstützt das Projekt „am Ufer“ von Beginn an und trägt zur regionalen Verankerung bei.

Flüsse als dynamische Systeme verstehen

Der Rundgang machte deutlich, dass Landschaft nicht nur betrachtet, sondern als lebendiger Lebensraum verstanden werden soll. Flüsse schaffen und verändern Lebensräume, prägen die Region und liefern wichtige Erkenntnisse für den Umgang mit Biodiversität, Hochwasserschutz und Klimawandel.

In den kommenden Monaten werden wissenschaftliche Untersuchungen, künstlerische Interventionen sowie Vermittlungsformate für Schulen, Vereine und die Bevölkerung fortgesetzt. Möglichst viele Menschen sollen eingeladen werden, ihre Flusslandschaft neu zu entdecken und sich mit deren ökologischer und kultureller Bedeutung auseinanderzusetzen.

Projekt mit breiter Unterstützung

Das Projekt „am Ufer“ ist ein Vorhaben des Vereins nexus_art + science in Zusammenarbeit mit der BOKU Wien, der TU Wien und dem künstlerischen Leiter Herwig Turk. Es wird im Rahmen von Kunst im öffentlichen Raum Niederösterreich vom Land Niederösterreich unterstützt. Weitere Unterstützung kommt von der Marktgemeinde Loosdorf.

Quelle: https://www.loosdorf.at/marktgemeinde-loosdorf-54-spaziergang-durch-die-neubacher-au-forschung-kunst-und-natur-im-dialog-4400

Flussufer mit Wandergruppe im Burgenland, Österreich, bei Sonnenschein und Wolken.
© Marktgemeinde Loosdorf
Fluss mit Steinen und Bäumen am Ufer, spiegelnde Wasseroberfläche
© Marktgemeinde Loosdorf

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