Neue Landkrimis: Dreharbeiten zu „Steirerzwang“ laufen

Seit Mitte August stehen Hary Prinz und Maya Unger für zwei neue Steiermark-Krimis vor der Kamera. Die Folgen 17 und 18 der ORF-Reihe sollen 2027 ausgestrahlt werden.
Seit 18. August 2026 wird in Graz und Umgebung an zwei neuen Folgen der ORF-Landkrimi-Reihe gedreht. Hary Prinz und Maya Unger ermitteln im 17. und 18. Steiermark-Film der beliebten Serie. Die Dreharbeiten sollen bis Mitte Oktober dauern.
Im „Steirerzwang“ (Arbeitstitel, 17. Fall) untersuchen die Ermittler eine Serie von Bombenanschlägen im Umfeld einer religiösen Sekte. Was zunächst nach einem Rachemotiv aussieht, entpuppt sich als komplexer Fall mit zahlreichen Konflikten innerhalb der Organisation.
Der „Steirerflucht“ (Arbeitstitel, 18. Fall) dreht sich um den Mord an einem Investigativjournalisten. Die Ermittlungen führen zu einem neun Jahre alten Korruptionsfall in der Politik. Für die von Maya Unger gespielte Lena Herzog wird der Fall zur bisher größten Herausforderung, als sich herausstellt, dass ihr tot geglaubter Vater als potenzieller Täter involviert ist.
Rückkehr von Wolfgang Murnberger
Regie führt erneut Wolfgang Murnberger, der gemeinsam mit seiner Frau Maria Murnberger auch die Drehbücher verfasst hat. Die beiden Filme basieren auf Figuren aus den Steirerkrimis von Claudia Rossbacher.
Neben Prinz und Unger stehen Christoph Kohlbacher, Bettina Mittendorfer, Ulrike C. Tscharre, Anna Wagner, Christian Erdt, Jakob Seeböck, Sabrina Reiter, Lukas Watzl, Harald Posch und Michael Kranz für „Steirerzwang“ vor der Kamera. Bei „Steirerflucht“ sind zusätzlich Mišel Matičević, Lukas Miko, Anne Schäfer, Christian Dolezal, Martin Angerbauer und Alexander Strobele dabei.
Ausstrahlungstermine und Vorgängerfolgen
„Steirerzwang“ und „Steirerflucht“ sollen 2027 in ORF 1 sowie auf ORF ON zu sehen sein. Die bereits abgedrehten Filme 15 („Steirerbiest“) und 16 („Steirerhass“) sollen noch heuer ausgestrahlt werden. Auf ihre Ermittlungspremiere im 15. Steiermark-Film wartet Maya Unger noch.
Der Abschied von Anna Unterberger mit einem „Steirerstich“ verfolgten am 29. Dezember 2025 in ORF 1 durchschnittlich 926.000 Zuseherinnen und Zuseher bei 32 Prozent Marktanteil.
Handlung „Steirerzwang“
Nach einem Bombenanschlag auf ein Mitglied der „Jünger Eloahs“ beginnen Chefinspektor Sascha Bergmann und Lena Herzog im Umfeld der Religionsgemeinschaft zu ermitteln. Zunächst gerät ein ausgeschlossener ehemaliger Jünger unter Verdacht, der dem Komitee einen Drohbrief geschrieben hatte. Bei der Durchsuchung seines Hauses finden die Ermittler jedoch keine Beweise.
Als eine weitere Bombe Chorleiter Armin Winkler tötet, ändert sich die Ermittlungsrichtung. Winkler hatte für das Amt des neuen Kreisleiters kandidiert, ebenso wie Jens Kessler, der kein stichhaltiges Alibi hat. Auch Winklers Witwe Iris und ihr Vater geraten unter Verdacht, da Iris die Gemeinschaft mit ihren Kindern verlassen wollte, was ihr autoritärer Ehemann verhindert hatte.
Allmählich wird klar, dass die vielen Anschläge im Vorfeld womöglich vom eigentlichen Ziel ablenken sollten: dem Mord an Armin Winkler.
Handlung „Steirerflucht“
Der Investigativjournalist Hans Malik wird erschossen in seiner Wohnung aufgefunden. Er hatte vor seinem Tod an der Aufdeckung eines vermeintlichen Korruptionsfalls gearbeitet. Seine Spuren führen Sascha Bergmann und Lena Herzog zu Waffenlobbyist Graf Poldi von Reichenwald und Herbert Roth von der Waffenfirma Mürz-Metall. Beide tun Maliks Recherchen als Verschwörungstheorie ab.
Die Ermittler stoßen auf den Namen Antonio Castelli, ein italienischer Waffeningenieur, dessen angeblicher Suizid vor neun Jahren Ungereimtheiten aufwirft. Er starb unmittelbar nachdem ein millionenschwerer Auftrag für Polizeiwaffen von einer italienischen Firma an Mürz-Metall gegangen war.
Ein Foto einer Jagdgesellschaft rückt ins Zentrum der Ermittlungen. Darauf zu sehen sind neben Graf Poldi und Herbert Roth auch ein Landesrat, dessen Kabinettschef sowie Polizeichefin Nicole Sturm. Lena stößt plötzlich auf den Namen ihres seit Jahren tot geglaubten Vaters Rainer Herzog, der als Lobbyist in den damaligen Deal involviert war.
Als die DNA-Spuren vom Tatort Rainer Herzog zugeordnet werden, wird Lena wegen Befangenheit vom Fall abgezogen. Doch auch ohne offizielle Berechtigung beschließt sie weiter zu ermitteln, um die Wahrheit über ihren Vater herauszufinden.
„Steirerzwang“ und „Steirerflucht“ sind Koproduktionen der Allegro Film mit der ARD Degeto für die ARD und den ORF mit Unterstützung von FISAplus, Fernsehfonds Austria und Cinestyria Filmcommission and Fonds. „Steirerflucht“ wird zusätzlich von der Filmcommission Graz unterstützt.
Quelle: OTS
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