Neue Musik- und Kunstschule für elf Gemeinden gegründet

Mathias FischerMathias Fischer
Gruppe von 15 Personen, Männer und Frauen, steht vor einem Gebäude in Österreich.
© Gemeindeverband der Musik- und Kunstschule Thermenland

In Pitten wurde am Montag der Gemeindeverband der Musik- und Kunstschule Thermenland gegründet. Drei bestehende Musikschulen schließen sich zusammen und bilden künftig ein Netzwerk für rund 1.200 Schülerinnen und Schüler in elf Gemeinden.

Am 6. Juli 2026 fand in der Mittelschule Pitten die konstituierende Sitzung des neuen Gemeindeverbandes statt. Die Franz Schubert Regional-Musikschule, die Gemeindemusikschule Katzelsdorf/Lanzenkirchen und die von Paradis Musikschule werden unter dem Namen „Musik- und Kunstschule Thermenland – Pitten-Schwarza-Leitha“ zusammengeführt.

Die Gemeindevertreter wählten Hofrat Ing. Ewald Grof zum Verbandsobmann und Vizebürgermeister Mag. Stephan Ernst zu seinem Stellvertreter.

Neue Möglichkeiten durch Zusammenschluss

Der Zusammenschluss soll die Qualität der musikalischen Ausbildung dauerhaft sichern und Synergien nutzen. Durch die Fusion entstehen laut Aussendung neue Möglichkeiten in Organisation, Unterrichtsangebot, Ensemblearbeit und Verwaltung. Davon sollen vor allem Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte an allen Standorten profitieren.

Hintergrund ist das neue NÖ Musikschulgesetz, das für den Erhalt von Landesförderungen eine Mindestgröße von 300 geförderten Wochenstunden vorschreibt. Der neue Verband kommt auf knapp über 600 geförderte Stunden.

Unterricht bleibt vor Ort

Für die Familien ändert sich am Standort nichts: Der Musikunterricht wird weiterhin direkt vor Ort angeboten. Alle bisherigen Unterrichtsstandorte in den Verbandsgemeinden bleiben aktiv, die Dienstverträge der Lehrkräfte bleiben aufrecht.

Die Finanzierung erfolgt nach der sogenannten Drittellösung: Jeweils ein Drittel der Kosten tragen das Land Niederösterreich, die Gemeinden und die Elternbeiträge.

Mehr Fächer und Musical im Lehrplan

Musikschulleiter Andreas Schöberl betonte, dass die Schülerinnen und Schüler künftig von einer deutlich höheren Fächervielfalt profitieren. Zukünftig können beinahe alle Instrumentalfächer angeboten werden – von Kontrabass und Oboe über Hackbrett bis zur Steirischen Harmonika. Als besonderes Highlight wird das Fach Musical fix im Lehrplan verankert.

„Hier übernimmt nicht eine große Einrichtung die kleineren, sondern wir bündeln unsere Erfahrungen, Erfolge und Stärken, um gemeinsam etwas Neues zu formen“, erklärte Verbandsobmann Ewald Grof. Mit rund 1.200 Schülerinnen und Schülern gewinne man eine Strahlkraft, die völlig neue Projektgrößen und kreative Spielräume ermögliche.

Bürgermeisterin Waltraud Ungersböck, bisherige Obfrau der von Paradis Musikschule, bezeichnete den Zusammenschluss als wichtigen Schritt für die Absicherung des Musikschulangebots. Dies bedeute weiterhin hohe Unterrichtsqualität und ein leistbares Angebot vor Ort.

Elf Gemeinden, elf Standorte

Dem Gemeindeverband gehören Bad Erlach, Breitenau, Bromberg, Katzelsdorf an der Leitha, Lanzenkirchen, Pitten, Scheiblingkirchen-Thernberg, Schwarzau am Steinfeld, Seebenstein, Walpersbach und Warth an. Der Hauptsitz befindet sich in Pitten, dazu kommen zehn weitere Außenstellen.

Rund 50 Pädagoginnen und Pädagogen unterrichten künftig im neuen Verband. Das Angebot richtet sich an die rund 20.000 Einwohnerinnen und Einwohner der Region im Alter von sechs bis 99 Jahren.

Quelle: https://www.scheiblingkirchen.at/NEU_-_Musik-_und_Kunstschule_Thermenland_Pitten-Schwarza-Leitha_

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