Neue Pathologie-Chefin in Feldkirch im Interview

Eine ehemalige Universitätsprofessorin für Experimentelle Pathologie aus Deutschland hat die Leitung der Pathologie am Landeskrankenhaus Feldkirch übernommen. Sie war zuvor am weltweit führenden Krebszentrum in Houston tätig, so der ORF.
Die neue Leiterin der Pathologie am Landeskrankenhaus Feldkirch kehrt nach Vorarlberg zurück. Zuvor war sie als Universitätsprofessorin für Experimentelle Pathologie in Deutschland tätig. Ihre Karriere führte sie unter anderem an das MD Anderson Cancer Center in Houston, Texas, das als weltweit führende Einrichtung in der Krebsbehandlung gilt.
Die Abteilung in Feldkirch beschäftigt 93 Mitarbeitende, darunter 16 Ärztinnen und Ärzte. Viele Menschen verbinden Pathologie mit Obduktionen und Verstorbenen. Die tatsächlichen Hauptaufgaben der Abteilung liegen jedoch in anderen Bereichen, wie die Medizinerin im Interview erläuterte.
Ein zentraler Teil der Arbeit ist die Untersuchung von Gewebeproben. Nach dem Eintreffen einer Probe durchläuft diese verschiedene Verarbeitungsschritte. Die daraus resultierenden Diagnosen können das Leben von Patientinnen und Patienten grundlegend verändern. Mit dieser Verantwortung müsse man bewusst umgehen, so die Pathologin.
Künstliche Intelligenz als Werkzeug
Auf die Frage, ob künstliche Intelligenz Pathologen künftig ersetzen könnte, zeigte sich die Expertin gelassen. KI könne mittlerweile Gewebe untersuchen, doch Pathologen werde es immer brauchen, betonte sie.
Seit 1. Oktober trägt sie auch die organisatorische Verantwortung für die Abteilung. Dabei geht es um die personelle und finanzielle Aufstellung der Pathologie. In den kommenden fünf Jahren möchte sie neue Akzente setzen und bestimmte Abläufe verändern.
Die Medizinerin will ihre Erfahrungen aus der internationalen Krebsforschung in Vorarlberg einbringen. Forschung könne dabei konkrete Beiträge leisten, erklärte sie im Gespräch mit dem ORF Vorarlberg.
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