Neue Versuchsstation für hitzeresistente Pflanzen entsteht

Mathias FischerMathias Fischer
© 🇻🇳🇻🇳Nguyễn Tiến Thịnh 🇻🇳🇻🇳 / Pexels (Symbolbild)

In Großnondorf in Niederösterreich baut die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) eine Forschungsstation für klimafitte Nutzpflanzen. Dort sollen Sorten entwickelt werden, die trotz Trockenheit stabile Erträge bringen.

Während die anhaltende Hitzewelle Gräser im Grünland verdorren lässt und bei zahlreichen Kulturen erhebliche Ernteausfälle drohen, arbeiten Fachleute an der Züchtung von Sorten, die für den Ackerbau unter veränderten Klimabedingungen geeignet sind. Im pannonischen Trockengebiet in Großnondorf in Niederösterreich errichtet die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) derzeit eine Versuchsstation. Ziel ist die Kultivierung von Pflanzen, die hitzeresistent sind und mit geringen Wassermengen verlässliche Erträge ermöglichen.

AGES-Geschäftsführer Johannes Pleiner-Duxneuner erklärte beim Spatenstich für das neue Forschungszentrum, dass die extreme Trockenheit der vergangenen Monate für die Landwirtschaft zu einem wachsenden Problem geworden sei. Wegen des Wassermangels sei das pannonische Trockengebiet ein bedeutendes Test- und Anbaugebiet vor allem für trockenheitstolerante Kulturen.

Acht Standorte decken alle Klimazonen ab

Die AGES unterhält in Österreich insgesamt acht Versuchsstationen, die sämtliche für das Land relevanten Klima- und Bodenverhältnisse abbilden. Das geht aus einer Mitteilung des Landwirtschaftsministeriums hervor. Basis sind vier für Österreich charakteristische Ackerbauverhältnisse, sogenannte „Referenzumwelten“. Diese ermöglichen präzise Versuche zu Sorteneigenschaften, Düngung und Pflanzenernährung, Bewässerung und Bodenbearbeitung sowie Pflanzenschutz direkt am Feld.

Im Fokus der Forschung stehen unter anderem neue Sorten für Getreide, Sojabohnen, Mais, Sonnenblumen, Kartoffeln und Zuckerrüben. Der niederösterreichische Standort deckt Ackerbaugebiete mit tiefgründigen Böden ab, die Niederschläge über längere Zeit speichern können. Künstliche Bewässerung kommt nicht zum Einsatz, weshalb die Flächen „essenziell im Hinblick auf klimafitte Sorten, trockenbedingten Stress und eine zukunftsorientierte Züchtungsarbeit“ seien.

Quelle: APA

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