Neuer Großtransformator für Umspannwerk Malta

Pia ProdingerPia Prodinger
Transformator 290 Tonnen 13 Meter lang wird per LKW zu Umspannwerk transportiert
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein 290 Tonnen schwerer Transformator wurde mit einem 81 Meter langen Spezialtransporter durch Spittal zum Umspannwerk Malta der Austrian Power Grid gebracht. Der neue Stromriese soll im November in Betrieb gehen.

Ein 81 Meter langer Spezialtransporter hat einen neuen Großtransformator zum Umspannwerk Malta der Austrian Power Grid (APG) geliefert. Die Fahrt durch Spittal verlangte dem Transportteam höchste Präzision ab. Enge Straßen, Häuserfronten und Kreisverkehre mussten millimetergenau passiert werden.

Der neue Transformator RHU2 wurde im Siemens-Energy-Werk in Weiz gefertigt. Das Bauteil misst knapp 13 Meter in der Länge, vier Meter in der Breite und 4,6 Meter in der Höhe. Sein Transportgewicht beträgt 290 Tonnen. Nach Abschluss der Montage im Umspannwerk wird der Transformator rund 397 Tonnen wiegen.

Aufwendige Vorbereitungen

Die Planungen für den Schwertransport begannen bereits rund sechs Monate vor der Auslieferung. Neben den erforderlichen Genehmigungen mussten auch sämtliche logistischen Abläufe detailliert vorbereitet werden. Zunächst wurde der Transformator per Bahn von Weiz nach Spittal transportiert und dort auf einen Spezial-Schwerlasttransporter umgeladen.

Zum Einsatz kamen eine Tragschnabelbrücke, zwei Zugmaschinen mit jeweils 600 PS sowie insgesamt 32 Achsen. Die rund dreistündige Fahrt stellte insbesondere im Stadtgebiet von Spittal eine Herausforderung dar. Mehrere Verkehrszeichen wurden vorübergehend entfernt, ein Kreisverkehr über die Gegenfahrbahn befahren und in der Tirolerstraße eine Ampelanlage um 90 Grad gedreht, um die Durchfahrt zu ermöglichen.

Alte Transformatoren werden ersetzt

Im November soll der neue Transformator RHU2 den Betrieb aufnehmen und einen bestehenden, bereits störanfälligen Transformator ersetzen. Projektleiter Wolfgang Ranninger verweist darauf, dass die beiden derzeit eingesetzten Transformatoren im Umspannwerk Malta bereits 50 beziehungsweise 48 Jahre alt sind und das Ende ihrer technischen Lebensdauer erreicht haben. Die bestehenden 220/110-kV-Regelhauptumspanner werden durch zwei neue Anlagen mit einer Leistung von jeweils 270 Megavoltampere ersetzt.

Nach den Aufbauarbeiten, die am 2. September beginnen, sowie den anschließenden technischen Prüfungen soll RHU2 Ende November 2026 ans Netz gehen. Der Austausch des zweiten Transformators RHU1 ist für das kommende Jahr vorgesehen.

„Das Umspannwerk Malta ist ein wichtiger Knotenpunkt für die regionale Netzabstützung des 110-kV-Verteilnetzes der Kärnten Netz GmbH in Oberkärnten. Die Erneuerung der Transformatoren ist ein notwendiger und bedeutender Schritt zur Sicherstellung der Versorgungssicherheit in der Region“, erklärt Ranninger.

Wichtiger Bestandteil der Stromversorgung

In Kärnten bestehen derzeit drei 220/110-kV-Netzabstützungen zwischen dem österreichweiten Übertragungsnetz der APG und dem Verteilnetz der Kärnten Netz GmbH. Dazu zählen die APG-Umspannwerke Malta und Obersielach sowie das gemeinsame APG/KNG-Umspannwerk Villach. Über das Verteilnetz wird die Stromversorgung von Haushalten und Betrieben sichergestellt.

Die 220-kV-Schaltanlage des Umspannwerks Malta dient sowohl der Anbindung der Kraftwerksgruppe Malta der Verbund Hydro Power GmbH als auch der regionalen Unterstützung des 110-kV-Netzes der Kärnten Netz GmbH. Diese erfolgt über die beiden 220/110-kV-Regelhauptumspanner RHU1 und RHU2. Damit zählt das Umspannwerk zu den zentralen Einrichtungen für die Stromversorgung in Oberkärnten.

Quelle: OTS

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