Neuer Kindergarten in Ulrichskirchen-Schleinbach eröffnet

In der Marktgemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach ist ein neuer Kindergarten mit sieben Gruppen, einer Tagesbetreuungseinrichtung und drei Hortgruppen offiziell in Betrieb gegangen. Das Land Niederösterreich förderte das Projekt mit rund 1,5 Millionen Euro.
Die Marktgemeinde Ulrichskirchen-Schleinbach hat einen neuen siebengruppigen Kindergarten samt Tagesbetreuungseinrichtungsgruppe und drei Hortgruppen feierlich eröffnet. Bisher waren fünf Kindergartengruppen auf drei Standorte verteilt, die alle bauliche Mängel aufwiesen. Im Zuge der „NÖ Betreuungsoffensive“ wurde ein dauerhafter Bedarf von zwei weiteren Kindergartengruppen ermittelt. Im neuen Gebäude sind nun alle sieben Gruppen sowie die TBE-Gruppe untergebracht.
Zusätzlich wurde die Gasheizung der Volksschule durch eine moderne Pelletsheizung ersetzt, die auch den neuen Kindergarten beheizt. „Mit diesem gelungenen Projekt setzen wir gemeinsam einen bedeutenden Schritt, um unseren Kindern die bestmöglichen Rahmenbedingungen für eine gute Entwicklung und eine liebevolle Betreuung zu bieten“, erklärte Familien-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister. Gleichzeitig würden Eltern bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf unterstützt.
Der neue Kindergarten und die TBE-Gruppe erhielten über den Schul- und Kindergartenfonds des Landes Niederösterreich eine Förderung von rund 1,5 Millionen Euro. Für den Zubau der drei Hortgruppen hat die Marktgemeinde eine Förderzusage bekommen.
Niederösterreich führt bei Besuchsquoten
Die Erfolge der „NÖ Betreuungsoffensive“ zeigen sich laut Statistik Austria in aktuellen Zahlen: In Niederösterreich werden in 1.684 Kindertagesheimen insgesamt 74.920 Kinder betreut. Bei den Besuchsquoten der zwei- bis vierjährigen Kinder liegt das Bundesland jeweils auf Platz eins im Bundesländervergleich. „Die aktuellen Zahlen zeigen eindrucksvoll, dass unsere Kinderbetreuungsoffensive wirkt und bei den Familien ankommt“, betonte Teschl-Hofmeister.
Besonders erfreulich sei die Entwicklung bei den Zweijährigen: Mit einer Besuchsquote von 84,5 Prozent und einem Plus von 2,4 Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr liegt Niederösterreich erneut an der Spitze. „Unser Weg ist klar: Vormittagsbetreuung gratis, Nachmittagsbetreuung leistbar und ein bedarfsgerechtes Angebot möglichst nahe am Wohnort“, so die Landesrätin.
88 neue Gruppen in Niederösterreich
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist der kontinuierliche Ausbau der Betreuungsplätze. Mit 3.680 Kindergartengruppen verfügt Niederösterreich über mehr Gruppen als jedes andere Bundesland. Von den österreichweit 174 neu geschaffenen Gruppen im Vergleich zum Vorjahr entfallen 88 – und damit mehr als die Hälfte – auf Niederösterreich.
Seit dem Start der „NÖ Betreuungsoffensive“ im Herbst 2022 wurde im NÖ Schul- und Kindergartenfonds für mehr als 600 Gruppen der erhöhte Fördersatz von 48,8 Prozent beschlossen. Bis Ende 2027 investieren das Land Niederösterreich und die Gemeinden insgesamt 750 Millionen Euro zusätzlich in den Ausbau der Kinderbetreuung. Davon trägt das Land 400 Millionen Euro. „Mein besonderer Dank gilt den Gemeinden für ihr großes Engagement, mit dem sie den Ausbau der Kinderbetreuung maßgeblich vorantreiben“, unterstrich Teschl-Hofmeister.
Längere Öffnungszeiten und weniger Schließtage
Auch bei den Öffnungszeiten zeigen sich deutliche Fortschritte: 96,8 Prozent der niederösterreichischen Kindergärten sind mindestens 47 Wochen pro Jahr geöffnet. Die seit Sommer 2023 geltende Reduktion der Schließtage von drei auf eine Woche wirkt sich zudem positiv auf das VIF-konforme Betreuungsangebot aus. Bei den null- bis zweijährigen Kindern hat sich der Anteil seit 2018 von 31,1 auf 62,6 Prozent mehr als verdoppelt. Bei den drei- bis fünfjährigen Kindern stieg er im selben Zeitraum von 20 auf 55,4 Prozent.
„Die Zahlen bestätigen, dass wir mit der ‚NÖ Betreuungsoffensive' die richtigen Schwerpunkte setzen: mehr Betreuungsplätze, weniger Schließtage und bedarfsgerechte Öffnungszeiten“, so Teschl-Hofmeister. Niederösterreich sei auf einem sehr guten Weg und investiere damit nachhaltig in die beste Zukunft der Kinder.
Quelle: OTS
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