Neues Dienstzeitmodell: 174 Polizisten in Testphase

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Im Bezirk Gänserndorf beginnt am Dienstag die Test- und Einführungsphase für das neue Dienstzeitmanagement der Polizei. Alle 13 Dienststellen des Bezirks wenden das System ab September an.

174 Beamte aus dem Bezirk Gänserndorf starten am Dienstag in die Erprobungsphase des neuen Dienstzeitmanagements bei der Polizei. Sämtliche 13 Dienststellen im Bezirk setzen das neue System ab September um. Landespolizeidirektor Franz Popp bezeichnete die Region am Montag gegenüber der APA aufgrund vielschichtiger Herausforderungen als „gut ausgewählt“ für die Testphase.

Gegensätze im Bezirk als Vorteil

Der Bezirk Gänserndorf zeichne sich durch seine Gegensätze aus, erklärte Popp. Dank der Nähe zu Wien verfüge er über eine eher städtische und damit „stark belastete“ Struktur. Im Norden sei es hingegen ländlicher und kleiner strukturiert, zudem gebe es in Marchegg eine Dienststelle der Fremden- und Grenzpolizei. „Jetzt werden wir schauen, was dann wirklich die Erfahrungen sind“, so der Landespolizeidirektor. Bei Problemen sei man zu Gesprächen und gegebenenfalls zu Abänderungen bereit.

In den vergangenen knapp zwei Monaten wurde im Bezirk Gänserndorf die Simulationsphase absolviert, bei der auch Dienstpläne nach dem neuen System erstellt wurden. „Seitdem stehen die Regeln fest“, diese würden ab September auch angewandt, blickte Popp zurück. Während der Simulationsphase hätten sich kleinere technische Probleme ergeben, räumte er ein. Dies sollte sich nun verbessern. Grundsätzlich zeigte er sich froh, dass sich der Bezirk für den Test bereit erklärt habe, „weil wir so noch viel genauer hinschauen können“. Die Landespolizeidirektion unterstütze den Bezirk dabei.

Bedarfsgerechtere Planung möglich

Popp begrüßte das neue Dienstzeitmodell. Eine wesentlich bedarfsgerechtere Planung sei möglich, zudem schaffe das System „einen einheitlichen Rahmen für alle“. Es werde nicht mehr in Gruppen- und Wechseldienstplan unterschieden. Die entstandene Aufregung verstehe er „nur bedingt bis gar nicht“, sagte der Landespolizeidirektor. „Ich bin überzeugt, dass einige Ecken und Kanten, die sich ergeben werden, abgeschliffen werden - und das ist auch so geplant.“

Die Änderungen würden nicht auf Kosten der Sicherheit der Bevölkerung gehen, betonte Popp. Es könne vielmehr „noch zielgerichteter“ agiert werden.

Quelle: APA

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