Neues Forschungslabor für Allergie-Therapien an MedUni Wien

Mona HopfingerMona Hopfinger
Medizinische Universität Wien: Fünf Personen stehen vor blauer Wand mit Logos, Wien
© MedUni Wien/Krisztian Juhasz

An der Medizinischen Universität Wien wurde ein Christian Doppler Labor eröffnet, das neue Behandlungsmöglichkeiten für Allergien erforschen soll. Geleitet wird die Einrichtung von Philipp Starkl von der Universitätsklinik für Innere Medizin I.

Die Medizinische Universität Wien hat am 30. Oktober ein neues Christian Doppler Labor eröffnet, das sich der Entwicklung innovativer Therapien gegen allergische Erkrankungen widmet. Weltweit steigt die Zahl der Allergiker, während bestehende Behandlungen oft nur Symptome lindern können. Das neue Labor soll hier Abhilfe schaffen.

Philipp Starkl von der Universitätsklinik für Innere Medizin I leitet die Forschungseinrichtung. Im Zentrum der Arbeit stehen Mastzellen, die bei allergischen Reaktionen eine Schlüsselrolle spielen. Sie werden durch Allergen-spezifische IgE-Antikörper aktiviert und setzen Botenstoffe frei, die allergische Symptome auslösen.

Grundlagenforschung zu Mastzellen

Das Christian Doppler Labor für innovative Therapien von allergischen Erkrankungen (CDL-IAT) will durch umfassende Grundlagenforschung die molekularen Programme der Mastzellreifung, -aktivierung und -erholung charakterisieren. Gemeinsam mit dem Industriepartner Allegria Therapeutics sollen mastzellspezifische Signalwege und entsprechende Wirkstoffe identifiziert werden.

„Durch die Integration modernster Technologien wollen wir innovative therapeutische Ansätze erforschen, die neue Behandlungen für Patient:innen mit Allergien oder anderen Mastzell-vermittelten Erkrankungen ermöglichen sollen“, erklärt Laborleiter Starkl. Maria van Dongen, Mitgründerin und CEO von Allegria Therapeutics, ergänzt: „Indem wir die krankheitstreibenden Signalwege, die unkontrollierter Mastzellaktivierung zu Grunde liegen, identifizieren und gezielt modulieren, wollen wir Patient:innen wirksamere und sicherere Behandlungsoptionen bieten.“

Förderung durch Wirtschaftsministerium

Finanziert werden Christian Doppler Labors gemeinsam von der öffentlichen Hand und beteiligten Unternehmen. Wichtigster öffentlicher Fördergeber ist das Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer betont: „Life Sciences sind eine Schlüsseltechnologie für den Wirtschaftsstandort Österreich. Mit der Förderung dieses CD-Labors investieren wir gezielt in diesen Zukunftsbereich.“

Circa 1,5 Millionen Menschen in Österreich leben mit einer diagnostizierten Allergie. Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen solle dafür sorgen, dass aus exzellenter Forschung neue Medikamente und marktfähige Innovationen entstehen, so Hattmannsdorfer.

Michaela Fritz, Vizerektorin für Forschung und Innovation der MedUni Wien, hebt die Bedeutung der neuen Forschungsstätte hervor: „Am Christian Doppler Labor werden neue Ansätze entwickelt, um die zentralen Mechanismen allergischer Reaktionen besser zu verstehen und daraus gezielt neue Wirkstoffe abzuleiten.“

Quelle: https://www.meduniwien.ac.at/web/ueber-uns/news/2026/news-im-oktober-2026/cd-labor-fuer-innovative-therapien-von-allergischen-erkrankungen-an-meduni-wien-eroeffnet

Worüber spricht Alsergrund morgen?

Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.

Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.

austria.com auf Google bevorzugen.