Neues MRT-Gerät am Klinikum Freistadt in Betrieb

Am Klinikum Freistadt steht seit Anfang Oktober ein neues MRT-Gerät zur Verfügung. Die Inbetriebnahme ist Teil des Gesundheitsplans 2030 und erfolgt bereits vor Abschluss des gesamten Masterplans für den Standort.
Seit Anfang Oktober können Patientinnen und Patienten am Klinikum Freistadt eine moderne Magnetresonanztomographie direkt vor Ort nutzen. Das neue MRT-Gerät ermöglicht eine röntgenstrahlungsfreie Diagnostik und ist ein zentraler Bestandteil des Masterplans zur Weiterentwicklung des Klinikstandorts.
Die Magnetresonanztomographie arbeitet mit starken Magnetfeldern und Radiowellen, ohne Röntgenstrahlung einzusetzen. Dadurch entstehen detaillierte Schnittbilder des Körpers, die eine präzise Beurteilung von Organen, Gefäßen, Gelenken und Gewebe ermöglichen. Medizinische Fragestellungen können nun direkt am Klinikum abgeklärt werden, die Ergebnisse werden unmittelbar mit den behandelnden Teams abgestimmt.
Kürzere Wege für die Bevölkerung
Für die Bevölkerung in der Region Freistadt bedeutet die Inbetriebnahme mehr Versorgungssicherheit und kürzere Wege. Fahrten nach Linz oder Rohrbach entfallen künftig. Patientinnen und Patienten profitieren von rascheren Diagnosen und einer engen Einbindung der Diagnostik in den klinischen Alltag.
Das neue MRT wird als Kooperationsmodell mit der ÖGK betrieben, ähnlich wie die Geräte in Kirchdorf und Rohrbach. In der ersten Phase steht es stationären und ambulanten Patientinnen und Patienten des Klinikums zur Verfügung. In weiterer Folge können auch niedergelassene Ärztinnen und Ärzte ihre Patientinnen und Patienten zu einer MRT-Untersuchung ans Klinikum überweisen.
Teil eines umfassenden Masterplans
Das MRT-Gerät ist Teil der umfassenden Erweiterung und Modernisierung des Klinikums Freistadt. Der Masterplan sieht vor, wichtige medizinische und funktionale Bereiche zu erneuern und zu erweitern. Geplant sind unter anderem eine neue Intensivstation, neue Operationssäle und ein tagesklinischer Bereich. Auf dem Dach entsteht ein Hubschrauberlandeplatz.
Im bestehenden Gebäude werden einige Bereiche umgebaut. Das betrifft die Radiologie, die Erstversorgungseinheit sowie die Ambulanzen für Anästhesie, Chirurgie und Orthopädie und Traumatologie. Außerdem entstehen Betten für die Palliativversorgung, und die Sonderklasse-Zimmer werden modernisiert. Besonders wichtig ist, dass Patientinnen und Patienten besser durch das Haus geleitet werden. So passen die Behandlungsabläufe gut zusammen.
Investition von 44 Millionen Euro
Für den Masterplan werden insgesamt rund 44 Millionen Euro ausgegeben. Der Bau begann im Mai 2025. Dazu gehört auch der MRT-Bereich, der 550 Quadratmeter groß ist. Der gesamte Zubau soll im Winter 2027/28 fertig sein.
Der Masterplan verbindet zwei Ziele. Der Standort soll medizinisch und funktional besser werden, und es wird nachhaltig gebaut. Der Zubau bekommt eine Fassade aus Holz. Das Gebäude soll das Zertifikat Klimaaktiv Silber erhalten. Zum Energiekonzept gehören die bestehende Biomasseheizung und die Photovoltaikanlage auf den Parkplätzen.
Gezielte Anwendung bei definierten Fragestellungen
Die Magnetresonanztomographie wird bei genau definierten Fragestellungen eingesetzt. MRT-Bilder können Bindegewebe, Knorpel, Sehnen und Bänder besonders gut darstellen und werden daher beispielsweise bei Meniskus- oder Seitenbandverletzungen angefertigt. Die Onkologie nutzt die Magnetresonanztomographie etwa für präzises Staging, um festzustellen, ob und wie weit ein Tumor in das umliegende Gewebe eingewachsen ist.
Weitere MRT-Geräte in Oberösterreich geplant
Das neue Gerät in Freistadt ist Teil einer MRT-Offensive in Oberösterreich. Bereits im Frühjahr wurden neue MRT-Geräte im Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Kirchdorf und in Grieskirchen in Betrieb genommen. Als weitere Standorte folgen 2027 das Klinikum Schärding sowie 2028 das Salzkammergut Klinikum Bad Ischl. Damit wird das Ziel erreicht, dass an jedem Klinikum in Oberösterreich MRT-Untersuchungen möglich sind.
Die Investitionen sind Teil des Gesundheitsplans 2030, mit dem Oberösterreich eine moderne, regionale und gut erreichbare Gesundheitsversorgung sicherstellen will.
Quelle: https://www.ooeg.at/service/presse/presseaussendungen/detail/neuer-mrt-freistadt
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