Patientinnen bewerten KAGes-Brustgesundheitszentren mit „ausgezeichnet“

Aktuelle Befragungen in den Brustgesundheitszentren der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft zeigen hohe Zufriedenheit. Rund 90 Prozent der stationären Patientinnen bewerten ihren Aufenthalt mit Bestnoten.
Die Brustgesundheitszentren der KAGes erhalten von ihren Patientinnen durchwegs positive Rückmeldungen. Laut aktuellen Erhebungen vergeben etwa neun von zehn befragten Frauen die Bewertung „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“ für ihren stationären Aufenthalt. Die Bereitschaft, die Einrichtungen an Familie und Freunde weiterzuempfehlen, liegt ebenfalls auf sehr hohem Niveau.
Die KAGes führt vier zertifizierte Brustgesundheitszentren in der Steiermark: am LKH Graz II, am LKH Oststeiermark in Feldbach, am LKH Hochsteiermark in Leoben sowie am LKH-Univ. Klinikum Graz. Jede achte Frau ist im Laufe ihres Lebens von Brustkrebs betroffen, was die Bedeutung qualitätsgesicherter Diagnostik und Therapie unterstreicht.
Systematische Qualitätskontrolle durch Patientenbefragungen
Die jüngsten Befragungen wurden an den Standorten Graz II, Feldbach und Leoben durchgeführt. Trotz unterschiedlicher Erhebungszeiträume zeigt sich ein einheitlich positives Ergebnis. Priv. Doz.in Dr.in Manela Glarcher, Leiterin des medizinisch-pflegerischen Qualitäts- und Risikomanagements der KAGes, erklärt: „Bei der Qualitätsarbeit geht es nicht nur darum, gute Ergebnisse zu erzielen, sondern auch darum, systematisch zu überprüfen, wie die Versorgung von den Patientinnen tatsächlich erlebt wird.“ Positive Rückmeldungen bestätigen bestehende Abläufe, Verbesserungsvorschläge werden gezielt aufgegriffen.
Interdisziplinäre Versorgung unter einem Dach
In einem Brustgesundheitszentrum sind alle für Diagnose und Therapie notwendigen Fachbereiche gebündelt. Dazu gehören Radiologie, Gynäkologie, Chirurgie, medikamentöse Tumortherapie, Radioonkologie und Pathologie. Das Angebot wird durch Breast Care Nurses, Psychoonkologie, Physiotherapie und Sozialarbeit ergänzt. Im regelmäßigen Tumorboard besprechen Fachleute aus verschiedenen Bereichen gemeinsam die Behandlungsmöglichkeiten.
Prim. ao. Univ.-Prof. Dr. Hubert Hauser, Leiter des Brustgesundheitszentrums am LKH Graz II, weist auf die unterschiedlichen Risikofaktoren hin: „Bei Brustkrebs gibt es verschiedenste Risiken. Es gibt eine genetische Form, bei der Patientinnen ein mutiertes Brustkrebsgen haben. Diese müssen schon sehr früh kontrolliert werden. Das Gleiche gilt für Frauen, die Brustkrebs in der Familie haben.“
Regionale Versorgung und eingespieltes Team
Prim. Priv.-Doz.in Dr.in Gunda Pristauz-Telsnigg, Leiterin der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am LKH Oststeiermark in Feldbach, betont den Vorteil der wohnortnahen Behandlung: „Aufgrund der Tatsache, dass im Zentrum alle an der Behandlung beteiligten Disziplinen vorhanden sind, erfolgt die gesamte Behandlung vor Ort.“ Patientinnen könnten ihre komplette Therapie bei ihrem bekannten Behandlungsteam in der Region absolvieren, was eine persönliche Beziehung schaffe, die Sicherheit und Vertrauen gebe.
Am Standort Leoben hebt Prim. Priv.-Doz. Dr. Thomas Aigmüller, Leiter der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe, die kurzen Wege hervor: „Eine besondere Stärke unseres Zentrums sind die überschaubaren, hervorragend eingespielten Teams. Man kennt und schätzt einander, die Wege sind kurz und Entscheidungen können rasch und interdisziplinär getroffen werden.“ Der Nutzen für Patientinnen liege darin, dass Abläufe und Behandlungen nach strengen fachlichen und organisatorischen Kriterien vorgegeben und regelmäßig überprüft werden.
Auch zuweisende Ärzte zeigen sich zufrieden
Das Angebot wird durch Breast Care Nurses, Psychoonkologie, Physiotherapie und Sozialarbeit ergänzt. Im regelmäßigen Tumorboard besprechen Fachleute aus verschiedenen Bereichen gemeinsam die Behandlungsmöglichkeiten.
Zertifizierung stellt hohe Anforderungen
Die regelmäßigen Befragungen gehören zur Qualitätsarbeit der KAGes. Die Zertifizierung durch die Österreichische Zertifizierungskommission (ÖZK) verlangt zusätzlich bestimmte Strukturen und Abläufe. Dazu zählen mindestens 100 behandelte Primärfälle pro Jahr und festgelegte interdisziplinäre Strukturen. Es braucht außerdem regelmäßige Tumorboards und eine laufende Erhebung wichtiger Qualitätskennzahlen. Das Zertifikat gilt jeweils drei Jahre.
Eine Rückmeldung aus einer ambulanten Befragung am LKH Graz II zeigt, dass neben der medizinischen Qualität auch die menschliche Begleitung wichtig ist: „Ich war sehr zufrieden. Ich hatte solche Angst, aber die waren alle so nett, da war die Angst schnell weg. Danke!”
Die Zahlen im Detail
Bei der ambulanten Befragung 2026 am LKH Graz II bewerteten 92,5 Prozent der Teilnehmerinnen den Gesamteindruck mit „ausgezeichnet“ oder „sehr gut“. Alle Teilnehmerinnen würden das Brustgesundheitszentrum weiterempfehlen. Bei den stationären Patientinnen liegt die Weiterempfehlungsrate an den befragten Standorten zwischen 94,1 und 100 Prozent.
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