Neuroth unterstützt Demenz-Studie mit Hörgesundheit

Das Hörakustikunternehmen Neuroth beteiligt sich an der österreichweiten LETHE-AT-Studie zur Demenzprävention. Hörminderung gilt als größter beeinflussbarer Risikofaktor für Demenz – rund 300 Personen werden über 18 Monate begleitet.
In Österreich sind derzeit etwa 170.000 Menschen von Demenz betroffen. Internationale Studien zeigen, dass bis zu 45 Prozent der Demenzfälle durch Beeinflussung von 14 zentralen Risikofaktoren verhindert oder hinausgezögert werden könnten. Der wichtigste beeinflussbare Faktor dabei ist eine Hörminderung.
„Hören spielt eine zentrale, aber unterschätzte Rolle, wenn es um unsere kognitiven Fähigkeiten und somit auch das Thema Demenzvorsorge geht“, erklärt Lukas Schinko, CEO der Neuroth-Gruppe, anlässlich des Welt-Alzheimertages am 21. September.
300 Personen werden über 18 Monate begleitet
Die kürzlich gestartete LETHE-AT-Studie zur Demenzrisikoforschung wird von der FH Joanneum Graz gemeinsam mit den Medizinischen Universitäten in Wien, Graz und Innsbruck durchgeführt. Das Ziel: Risikofaktoren für Demenz frühzeitig erkennen und personalisierte Unterstützungsangebote entwickeln. Neuroth ist als externer Kooperationspartner für den Bereich Hörgesundheit eingebunden.
Rund 300 Personen mit erhöhtem Demenzrisiko sollen über einen Zeitraum von 18 Monaten begleitet werden. Dabei wird untersucht, wie verschiedene Risikofaktoren durch digitale und persönliche Präventionsmaßnahmen positiv beeinflusst werden können. Die Ergebnisse sollen in personalisierte digitale Anwendungen und künftige „Brain Health Services“ einfließen.
Interdisziplinärer Ansatz für Prävention
„Mit LETHE-AT wollen wir zeigen, wie digitale Technologien, klinische Expertise und alltagsnahe Prävention sinnvoll zusammenspielen können“, sagt Markus Bödenler, LETHE-AT-Projektleiter am Institut eHealth der FH JOANNEUM in Graz. „Unser Ziel ist es, Risikofaktoren frühzeitig sichtbar zu machen und daraus personalisierte Unterstützungsangebote abzuleiten. Dafür braucht es ein starkes Netzwerk aus Forschung, Versorgung und spezialisierten Partnern. Wir freuen uns, mit Neuroth einen namhaften externen Partner im Bereich Hörgesundheit an Bord zu haben.“
Lukas Schinko betont: „Hörgesundheit ist ein wesentlicher Teil von Lebensqualität und verdient auch im Zusammenhang mit Prävention und gesundem Altern mehr Aufmerksamkeit. Wir freuen uns, unsere audiologische Erfahrung aus der täglichen Hörversorgung in ein renommiertes Forschungsprojekt wie LETHE-AT einbringen zu können. Es ist ein zukunftsträchtiges Beispiel dafür, wie die interdisziplinäre Verbindung von Public Health, Digital Health, Audiologie und Präventionsmedizin aussehen kann.“
Hörscreenings in Neuroth-Fachinstituten
Studienteilnehmer mit Verdacht auf eine Hörminderung können eine audiologische Abklärung in einem Neuroth-Fachinstitut durchführen lassen. Dort wird ein umfangreiches Hörscreening durchgeführt und bei Bedarf eine individuelle Hörgeräteversorgung angeboten. Die erhobenen audiologischen Daten werden wissenschaftlich ausgewertet und interpretiert.
„Je früher eine Hörminderung erkannt wird, desto besser ist es für unser Gehirn. Eine Demenzerkrankung lässt sich dadurch hinauszögern“, so Schinko. „Individuell angepasste Hörgeräte fördern die geistige Leistungsfähigkeit, verbessern das Sprachverstehen in komplexen Umgebungen und fördern somit auch die soziale Interaktion.“
Das Forschungsprojekt LETHE-AT wird vom Institut eHealth der FH JOANNEUM in Graz koordiniert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft mbH (FFG) gefördert. Zum Projektkonsortium gehören neben der FH JOANNEUM die Medizinischen Universitäten Wien, Graz und Innsbruck sowie mehrere Unternehmen und weitere Partner.
Quelle: https://group.neuroth.com/de-AT/presse-und-newsroom/lethe-at-studie
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