Neusiedler Schüler treffen Partner in Brüssel

Die Klasse 7A des Gymnasiums Neusiedl reiste im September nach Brüssel, um dort erstmals ihre Partnerschüler aus Deutschland persönlich kennenzulernen. Die Reise war Teil eines Erasmus+-Projekts zur Europäischen Union.
Zu Beginn des Schuljahres 2026/27 machte sich die Klasse 7A des Gymnasiums Neusiedl mit zwei Lehrerinnen auf den Weg nach Brüssel. Die Gruppenmobilität bildete die Fortsetzung eines eTwinning-Projekts, das die Jugendlichen im Vorjahr gemeinsam mit Partnerschulen aus Bordeaux, Montesilvano und Deggendorf durchgeführt hatten. Im Zentrum des Projekts standen die Geschichte der Europäischen Union und ihre Institutionen.
Erste Begegnung mit deutschen Partnerschülern
Am 16. September 2026 trafen die Neusiedler Gymnasiasten in Brüssel erstmals ihre Partnerschüler aus Deggendorf persönlich. Beide Gruppen waren im selben Hotel untergebracht, was von Anfang an viel Raum für Austausch bot. Gemeinsam erkundeten die Jugendlichen in Gruppen die Altstadt und beendeten den ersten Tag mit einem Abendessen, bei dem sie Brüsseler Spezialitäten probieren konnten.
Am zweiten Tag besuchten die Schüler das Europäische Parlament. Nach einem Vortrag über die EU-Institutionen durften sie auf der Zuschauertribüne Platz nehmen und den Plenarsaal aus nächster Nähe erleben. Am Nachmittag stand das Atomium auf dem Programm, eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt.
Nachhaltigkeit beim Abendessen
Ein besonderes Erlebnis war das gemeinsame Abendessen im Restaurant BelMundo. Dort arbeiten Menschen, denen der Einstieg in den Arbeitsmarkt bisher nicht gelungen ist. Auf den Tisch kommt selbst angebautes Bio-Gemüse, Teile der Einrichtung wurden aus recycelten Paletten gestaltet, und Zero Waste gehört zu den erklärten Zielen des Betriebs. Der Ansatz entspricht den Zielsetzungen der Klimaschule Gymnasium Neusiedl.
Am 18. September besuchten die Jugendlichen das Parlamentarium, eine interaktive Ausstellung rund um die Europäische Union. Anschließend lernten sie Brüssel von seiner kulinarischen Seite kennen: Im Frietmuseum verkosteten sie verschiedene Sorten Pommes frites mit unterschiedlichen Saucen, in der Choco Story Brussels erhielten sie Einblicke in die Herstellung und Geschichte der Schokolade. Den Abschluss des Tages bildeten ein Spaziergang durch die Innenstadt bei Nacht und eine Fahrt mit dem Riesenrad The View.
Abschied nach vier Tagen
Am letzten Tag, dem 19. September, besuchten die Schüler das Haus der Europäischen Geschichte. Mit Multimedia-Guides erkundeten sie in Gruppen die Ausstellung „Entdecke die EU in 12 Schritten". Für die vielen Ausstellungen auf sechs Etagen reichte die Zeit aber nicht aus.
Danach hieß es Abschied nehmen: Die Neusiedler Gymnasiasten flogen zurück nach Hause, die Deggendorfer Schüler fuhren mit dem Zug zurück nach Deutschland. Die Erfahrungen aus der Kulturreise werden im ersten Semester über eTwinning weiter besprochen und ausgetauscht. Erste Ergebnisse sollen schon bald beim EU-Stand vor der Schulbibliothek zu sehen sein.
Als Anerkennung für ihre Leistungen bekommen alle Jugendlichen einen Eintrag im Europass. Dieser kann ihnen später auch bei Bewerbungen innerhalb der EU helfen.
Quelle: https://www.gymnasium-neusiedl.at/2026/09/19/bruessel-verbindet
Worüber spricht Neusiedl am See?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.