Neusiedler See erreicht fast Rekordtief von 2022

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Mit 114,89 Metern über Adria liegt der Wasserstand im Neusiedler See nur noch einen Zentimeter über dem Tiefstwert von Anfang November 2022. Das ist der niedrigste Pegel seit 1965.

Der Neusiedler See verzeichnet derzeit einen Wasserstand von 114,89 Metern über Adria. Damit fehlt nur noch ein Zentimeter auf den Tiefstwert, der Anfang November 2022 gemessen wurde – den niedrigsten Pegel seit 1965. Christian Sailer, Leiter des Hauptreferats Wasserwirtschaft im Amt der burgenländischen Landesregierung, hofft nun auf eine Erholung des Sees, der Salzlacken und des Grundwasserspiegels über die Wintermonate, wie er gegenüber der APA erklärte.

Im Vergleich zum Vorjahr liegt der Pegel um rund 40 Zentimeter niedriger. Zum langjährigen Mittel fehlt ein halber Meter, zum Höchstwert aus dem Jahr 2014 sogar fast ein Meter. Die Entwicklung ähnle jener von 2022, so Sailer. Entscheidend seien jetzt Niederschläge. Die Regenfälle der vergangenen Wochen hätten jeweils nur wenige Millimeter gebracht und seien für den See zu gering gewesen.

Grundwasser erholt sich nur langsam

Der Vorteil des Neusiedler Sees liege darin, dass er schnell auf Niederschläge reagiere und der Wasserstand bei Regen rasch steige. Schwieriger sei die Situation beim Grundwasser, das sich derzeit ebenfalls auf niedrigem Niveau befinde. Der trockene Boden sauge viel Flüssigkeit auf, die dadurch oft gar nicht bis ins Grundwasser gelange. Eine entsprechende Anreicherung bleibe daher aus.

Auch Bäche und Flüsse leiden unter dem Niedrigwasser und warten auf Regen. Wie viel Niederschlag komme, sei schwer abzuschätzen. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, betonte Sailer.

Quelle: APA

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