Neutor-Sperre: Stadt Salzburg rät zu Öffis und Rad

Pia ProdingerPia Prodinger
© Mit KI (Gemini) generiert

Wegen der Erweiterung der Festspielhäuser wird das Neutor in Salzburg bis Frühjahr 2027 komplett gesperrt. Täglich nutzen rund 9.000 Fahrzeuge die Strecke. Die Stadt appelliert, nur notwendigste Fahrten mit dem Auto zu unternehmen und auf Öffis umzusteigen, so der ORF.

Das Straßennetz in Salzburg ist bereits stark ausgelastet, durch die Baustelle steigt die Belastung weiter. Jakob Ruzicka, Verkehrsplaner der Stadt, betonte am Montag bei einer Pressekonferenz, dass jeder Einzelne dazu beitragen könne, den Verkehr flüssig zu halten. „Jeder kann aber dazu beitragen, den Verkehr in der Stadt Salzburg flüssig zu halten, indem er auf den Bus oder das Rad umsteigt. Das heißt, dass man nur mehr die notwendigsten Fahrten mit dem Pkw zurücklegen sollte“, so Ruzicka.

Die Sperre betrifft sowohl den Individualverkehr als auch den öffentlichen Verkehr massiv. Autofahrer sollten sich bereits jetzt informieren, wie sie ohne Pkw von A nach B kommen, riet der Verkehrsexperte.

Änderungen bei O-Bus-Linien und Haltestellen

Ab Montag werden zahlreiche O-Busspuren anders geführt, mehrere Haltestellen müssen verlegt werden. Gleichzeitig entstehen mehr Busspuren, damit der öffentliche Verkehr zumindest schneller vorankommt. Die Komplettsperre bleibt bis ins Frühjahr 2027 aufrecht, danach kann der Tunnel wieder einspurig befahren werden.

5.000 Gratis-Tickets als Anreiz

Um den Umstieg auf öffentliche Verkehrsmittel zu fördern, verteilt die Stadt gemeinsam mit dem Salzburger Verkehrsverbund (SVV) insgesamt 5.000 kostenlose Fahrscheine. Diese sind ab Montag, 14. September, in den städtischen Serviceeinrichtungen erhältlich.

Ziel der Aktion ist es, möglichst viele Menschen dazu zu bringen, Bus und Bahn auszuprobieren und die Vorteile des öffentlichen Verkehrs im Alltag kennenzulernen.

Festspielhaus-Erweiterung im Mönchsberg

Hintergrund der Sperre ist die Erweiterung der Festspielhäuser in den Mönchsberg. Im September beginnt die Aushöhlung, zudem entsteht eine neue Zufahrt zu den Festspielhäusern über das Neutor. Der Verbindungsstollen wird nahezu parallel zur Hofstallgasse verlaufen.

Für den Ausbau wird eine Kaverne mit einem Volumen von 108.000 Kubikmetern aus dem Berg gebrochen. Täglich werden rund 500 Kubikmeter abgetragen, was fünf bis sechs Abtransporte pro Stunde bedeutet.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3370127/

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