Neutor wird für Festspielhaus-Ausbau gesperrt

In 25 Tagen beginnen die Bauarbeiten für die Erweiterung des Festspielbezirks in Salzburg. Das Neutor wird dann für ein halbes Jahr komplett gesperrt, der Verkehr wird über den Müllner Hügel umgeleitet, so der ORF.
Das Neutor in der Stadt Salzburg steht vor einer längeren Sperre. In 25 Tagen wird dort eine große Tunnelfräse aufgestellt, die die komplette Durchfahrt blockiert, erklärt Projektleiter Michael Brandauer. Umleitungen werden über den Müllner Hügel geführt, davon sind auch Busse und Blaulichtorganisationen betroffen.
Die Sperre dauert ein halbes Jahr, danach soll der Verkehr wieder einspurig mit Ampelregelung fließen können. Während der Bauphase sind täglich 60 Lkw-Fahrten nötig, um das Material aus dem Berg abzutransportieren.
Ideale Bedingungen im Mönchsberg
Das Konglomerat-Gebirge im Mönchsberg bietet optimale Voraussetzungen für den Ausbau. Tunnel- und Tiefbau-Ingenieur Martin Zmölnig beschreibt die Kombination aus leichter Lösbarkeit des Gesteins und gleichzeitiger Standsicherheit als ideal. Theoretisch könnte das Material mit Hammer und Meißel gelöst werden, Sprengungen seien nicht erforderlich.
Die technisch unkomplizierte Umsetzung hält auch die Kosten niedrig. Nur rund fünf Prozent des Gesamtbudgets von 400 Millionen Euro entfallen auf die Kaverne.
Festspiele betonen wirtschaftliche Effekte
Die Salzburger Festspiele argumentieren mittlerweile deutlich offensiver bei der Rechtfertigung des Projekts. Kaufmännischer Direktor Lukas Crepaz verweist auf eine Gesamtwertschöpfung von 250 Millionen Euro pro Jahr durch Festspiele und Baustelle. Davon fließen 96 Millionen Euro jährlich als Steuern und Abgaben an die öffentliche Hand zurück. Das Projekt amortisiere sich dadurch innerhalb weniger Jahre.
Noch im Oktober soll die Entscheidung über die Ersatzspielstätte für das Große Festspielhaus in den Jahren 2029 und 2030 fallen. Zur Auswahl stehen eine neue Mehrzweckhalle, die auch später weitergenutzt werden könnte, oder die Salzburg Arena auf dem Messegelände.
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