NGOs fordern Änderungen bei Sachleistungskarte in NÖ

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Sieben Organisationen kritisieren die seit November 2024 in Niederösterreich eingesetzte Sachleistungskarte für Asylwerber. Sie verlangen eine umfassende Evaluierung, mehr Einsatzmöglichkeiten und die Lösung technischer Probleme.

Die Sachleistungskarte für Asylwerber, die im November 2024 flächendeckend in Niederösterreich eingeführt wurde, stößt auf Widerstand. Sieben NGOs haben in einer gemeinsamen Stellungnahme eine umfassende Evaluierung gefordert. Zudem verlangen sie, dass die Einsatzmöglichkeiten erweitert und wiederkehrende technische Schwierigkeiten behoben werden. Die Karte schränke den Alltag der Betroffenen unnötig ein, heißt es in der Aussendung.

Hinter der Kritik stehen Amnesty International, die asylkoordination österreich, Fairness Asyl, Fian Österreich, SOS Balkanroute, SOS Mitmensch und #zusammenHaltNÖ. Die Organisationen bemängeln, dass das tägliche Guthaben von 5,71 Euro nur in ausgewählten Geschäften verwendet werden könne. Sie fordern, dass die Karte auch in weiteren Lebensmittelgeschäften, Sozialmärkten, Apotheken und für öffentliche Verkehrsmittel akzeptiert wird.

Darüber hinaus berichten die NGOs von technischen Ausfällen. Laut Angaben von Beratungsstellen und Betroffenen komme es immer wieder vor, dass das tägliche Guthaben nicht aufgebucht werde oder die Bezahlung an der Supermarktkasse nicht funktioniere. Die Organisationen stützen sich dabei auf Rückmeldungen aus der Praxis.

Um ihre Forderungen öffentlich zu machen, planen die NGOs für Freitagnachmittag eine Unterschriftenaktion in der St. Pöltner Innenstadt.

Quelle: APA

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