Niederösterreich: 37 Innovationsprojekte in Clustern laufen

Die Cluster und Plattformen der Wirtschaftsagentur ecoplus begleiten derzeit 37 kooperative Projekte in Niederösterreich. Die Schwerpunkte reichen von klimafreundlichen Baustoffen bis zu digitaler Logistik.
Die niederösterreichische Wirtschaftsagentur ecoplus bringt über ihre Cluster Betriebe und Forschungseinrichtungen in den Bereichen Kunststoff, Mechatronik, nachhaltiges Bauen und Lebensmittel zusammen. Ergänzt werden die Cluster durch Plattformen zu Green Transformation & Bioökonomie sowie Gesundheitstechnologie. Aktuell werden 37 laufende Kooperationsprojekte betreut.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner verweist auf die Bilanz der vergangenen Jahre: „Mit 670 Partnerbetrieben und mehr als 1.600 erfolgreich umgesetzten Projekten seit über zwei Jahrzehnten beweisen die ecoplus Cluster und Plattformen, wie wirkungsvoll die Unterstützung unserer Schlüsselindustrien ist.“ Die Teams würden aktuelle Branchenentwicklungen analysieren und wichtige Zukunftsthemen aufgreifen.
Sanierung von Gründerzeitgebäuden mit ökologischen Materialien
Im ecoplus Bau.Energie.Umwelt Cluster läuft das FFG-geförderte Projekt natuREnovation. Das interdisziplinäre Innovationsnetzwerk entwickelt ökologische, langlebige und kreislauffähige Sanierungslösungen für Gründerzeitgebäude, die rund 20 Prozent des österreichischen Wohnungsbestands ausmachen. Im Fokus stehen regenerative, regionale und resiliente Sanierungsansätze, die historische Baukultur mit nachhaltigen Baustoffen verbinden.
Kreislaufwirtschaft bei Farb- und Beschichtungsmaterialien
Der ecoplus Kunststoff-Cluster arbeitet mit dem Projekt ColourCycle an der Rückgewinnung und Wiederverwertung von Farb- und Beschichtungsmaterialien. Ziel ist es, Ressourcen effizienter zu nutzen und Abfallströme zu reduzieren. Die G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH ist Projektpartner und entwickelt maßgeschneiderte Verpackungslösungen aus Kunststofffolien.
„Kreislaufwirtschaft gelingt nur durch enge Zusammenarbeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Mit ColourCycle entwickeln wir gemeinsam innovative Lösungen, um wertvolle Ressourcen im Kreislauf zu halten“, sagt Stefan Chalupnik, Geschäftsführer der G. Coreth Kunststoffverarbeitungs GmbH.
Lebensmittel auf Basis von Hülsenfrüchten und Cerealien
Der ecoplus Lebensmittel Cluster arbeitet im Projekt PULSE an innovativen Lebensmitteln auf Basis von Hülsenfrüchten und Cerealien. Das Projekt soll die Umsetzung der Planetary Health Diet unterstützen und berücksichtigt ökologische und gesundheitliche Aspekte.
Digitale Logistik durch Asset-Tracking
Im ecoplus Mechatronik-Cluster entwickelt das Projekt LogiTRAAK Lösungen für die digitale Logistik. Durch Asset-Tracking-Technologien sollen Waren- und Materialflüsse transparenter werden, Lieferketten optimiert und Ressourcen effizienter genutzt werden. Die Schmid Schrauben Hainfeld GmbH ist Projektpartner.
Andreas Gebert, Geschäftsführer der Schmid-Schrauben Hainfeld GmbH, betont: „LogiTRAAK ist ein wichtiger Schritt in Richtung einer digitalisierten und effizienten Produktionslogistik. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und bilden eine gute Basis, das System schrittweise auf weitere Bereiche unseres Unternehmens auszuweiten.“
Plattform unterstützt bei Kreislaufwirtschaft und Schadstoffen
Die ecoplus Plattform für Green Transformation & Bioökonomie organisierte im ersten Halbjahr 2026 ein branchenübergreifendes Informations- und Austauschformat zu PFAS und persistenten organischen Schadstoffen. Unternehmen wurden dabei unterstützt, regulatorische Entwicklungen einzuordnen, ihre Betroffenheit zu bewerten und konkrete Qualifizierungsbedarfe zu identifizieren. Auf Basis der Ergebnisse wird derzeit ein kooperatives Qualifizierungsprojekt vorbereitet.
Helmut Miernicki, ecoplus-Geschäftsführer, hebt hervor: „Mit diesen Projekten unterstreichen die ecoplus Cluster und Plattformen ihre Kompetenz, aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen durch Forschung, Innovation und starke Partnerschaften aktiv anzugehen.“
Die ecoplus Cluster und Plattformen bilden gemeinsam mit den Technopolen das niederösterreichische Innovationsökosystem, das von ecoplus umgesetzt und von der Europäischen Union kofinanziert wird.
Quelle: OTS
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