Niederösterreich fördert Alpinvereine mit 1,2 Millionen Euro

Das Land Niederösterreich unterstützt vier alpine Vereine bis 2028 mit insgesamt 1,2 Millionen Euro. Am Mittwoch wurde am Prochenberg ein neues Gipfelkreuz gesegnet und die sanierte Prochenberg-Hütte präsentiert.
Niederösterreich stellt im Rahmen des NÖ Schutzhüttenpaketes bis 2028 insgesamt 1,2 Millionen Euro für die vier großen alpinen Vereine bereit. Das gab Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner am Mittwoch bei einer gemeinsamen Wanderung am Prochenberg bekannt. Dort wurde ein neues, viereinhalb Meter hohes Gipfelkreuz gesegnet.
Die Segnung übernahm Altabt Berthold Heigl aus Seitenstetten. Das Kreuz wurde mit Unterstützung der Firma Welser Profile, beteiligter Betriebe, des Stifts Seitenstetten und der Gemeinde Ybbsitz realisiert und per Hubschrauber auf den Gipfel gebracht. Mikl-Leitner sprach von „einem sichtbaren Zeichen für Zusammenhalt, Ehrenamt und Heimatverbundenheit“.
Über 200.000 ehrenamtliche Arbeitsstunden jährlich
Die Landeshauptfrau würdigte den Einsatz der Freiwilligen in den Alpinvereinen. Diese leisten jährlich mehr als 200.000 Arbeitsstunden ehrenamtlich und betreuen dabei über eine halbe Million Tagesgäste sowie rund 11.000 Nächtigungsgäste. „Ohne dieses großartige Engagement würde das Fundament für die Sicherheit auf den Bergen wegbrechen“, so Mikl-Leitner.
Schutzhütten seien mehr als Orte für eine gemütliche Einkehr, betonte sie. Sie seien Schutzräume und Begegnungsorte, Teil der Bergkultur und maßgeblich für eine funktionierende alpine Infrastruktur. Aus den Mitteln des Schutzhüttenpaketes habe auch die Sanierung der Prochenberghütte profitiert.
Älteste Alpenvereinshütte Niederösterreichs saniert
Martin Schleifenlehner, Hüttenwart vom Alpenverein Waidhofen an der Ybbs, erklärte, dass die 1888 errichtete Prochenberg-Hütte die älteste Alpenvereinshütte Niederösterreichs sei. Sie wurde im Winter 2024/25 saniert. Dank des Schutzhüttenpaketes konnten auch einige vorher nicht absehbare Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Die Hütte sei nun wieder bereit für Wanderer und Mountainbiker.
Wandern sei ein wesentlicher Bestandteil Niederösterreichs und zugleich ein wichtiger Faktor für den Tourismus, erklärte Mikl-Leitner. Wer gemeinsam die Berge erklimme, entdecke die Vielfalt Niederösterreichs – die Naturlandschaft, die Kultur, die Kulinarik und die Menschen, die die Regionen prägen. Wandern zähle zu den wichtigsten Urlaubsmotiven und sei damit eine wichtige Säule, um Niederösterreich vom Ausflugs- zum Urlaubsland weiterzuentwickeln.
Quelle: OTS
Worüber spricht Waidhofen an der Ybbs morgen?
Bald verfügbar: Kostenloses News Briefing aus deiner Region – jeden Morgen um 6 Uhr.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.