Niederösterreich fördert Notruftelefone mit 25 Euro

Mathias FischerMathias Fischer
Notruf 112 auf einem Smartphone in der Hand einer Person mit gelber Jacke
© cottonbro studio / Pexels (Symbolbild)

Das Land Niederösterreich unterstützt ältere und pflegebedürftige Menschen mit einem Mietkostenzuschuss für Notruftelefone. 2025 wurden knapp 19.000 Monatsmieten mit insgesamt rund 475.000 Euro gefördert.

Mit einem Notruftelefon können ältere, kranke oder pflegebedürftige Personen, die alleine wohnen, rund um die Uhr Hilfe rufen. Per Knopfdruck auf einen Funksender, der als Armband oder Halskette getragen wird, wird automatisch ein Notruf an die Zentrale abgesetzt und rasch Unterstützung organisiert.

Sozial-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister (ÖVP) hebt hervor, dass das System Menschen zusätzliche Sicherheit biete, die möglichst lange selbstständig zu Hause leben möchten. Auch Angehörige wüssten dadurch, dass im Notfall schnell reagiert werden könne.

Stationäre und mobile Varianten verfügbar

Abhängig vom Anbieter stehen ein stationäres Notruftelefon für die Wohnung oder ein mobiles System zur Auswahl. Die klassische Version bietet Schutz in den eigenen vier Wänden, die mobile Variante ermöglicht auch unterwegs – etwa beim Spaziergang, im Garten oder beim Einkaufen – jederzeit Kontakt zur Notrufzentrale.

Die Geräte können über Trägerorganisationen der sozialen Dienste angemietet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen gewährt das Land Niederösterreich eine Förderung. Der Mietkostenzuschuss beträgt seit 2023 unverändert 25 Euro pro Anschluss.

Knapp 475.000 Euro Fördersumme im Jahr 2025

Im Jahr 2025 wurden insgesamt 18.982 Monatsmieten mit einer Fördersumme von 474.550 Euro unterstützt. Teschl-Hofmeister betont, dass die Förderung dazu beitrage, möglichst vielen Menschen dieses Sicherheitsangebot zugänglich zu machen. Ziel sei es, älteren und pflegebedürftigen Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern ein selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten Umfeld so lange wie möglich zu ermöglichen.

Anträge auf Übernahme der Mietkosten sind über die jeweiligen Trägerorganisationen einzubringen. Dazu zählen derzeit das Hilfswerk Niederösterreich, die Volkshilfe Niederösterreich, die Caritas der Diözese St. Pölten, die Caritas der Erzdiözese Wien sowie das Österreichische Rote Kreuz, Landesverband Niederösterreich.

Quelle: OTS

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