Niederösterreich fördert Sanierungen

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

Das Land Niederösterreich hat 2025 insgesamt 8.587 Wohneinheiten im großvolumigen Wohnbau saniert. Dafür wurden rund eine Million Euro an Landesdarlehen und 53,7 Millionen Euro an Zuschüssen bewilligt. Im kleinvolumigen Wohnbau kamen weitere 62 Millionen Euro hinzu.

Die NÖ Wohnbauförderung verzeichnet eine anhaltend hohe Nachfrage nach Sanierungsmaßnahmen. Im vergangenen Jahr wurden im großvolumigen Wohnbau 8.587 Wohneinheiten gefördert. Das Land stellte dafür rund eine Million Euro an Landesdarlehen und 53,7 Millionen Euro an Zuschüssen bereit. Im kleinvolumigen Wohnbau wurden 2.687 Sanierungen mit insgesamt rund 62 Millionen Euro an Zuschüssen unterstützt.

„Mit unseren Wohnbauförderungen schaffen wir Anreize, bestehende Gebäude zukunftsfit zu machen oder durch zeitgemäße Neubauten zu ersetzen und dabei gleichzeitig leistbaren Wohnraum nachhaltig zu sichern“, erklärt Wohnbau-Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister.

Sanierung überholt Neubau

Im laufenden Jahr wurden bereits 2.519 Wohneinheiten im Sanierungsbereich bewilligt – deutlich mehr als im Neubau. Die Zahlen belegen die wachsende Bedeutung der Bestandssanierung für energieeffizientes und leistbares Wohnen in Niederösterreich.

Einen besonderen Schwerpunkt bildet das neue Fördermodell „Reconstructing“. Es unterstützt den Abriss und die Neuerrichtung von Gebäuden, die nicht mehr sanierungsfähig sind. Gegenüber der bisherigen Nachverdichtungsförderung bietet das Modell einen deutlichen finanziellen Mehrwert: Die Förderung erhöht sich je nach Projekt über die gesamte Laufzeit um rund 20 bis 30 Prozent. Bei einem durchschnittlichen Eigenheim entspricht dies einer zusätzlichen Förderung von rund einem Drittel bis zur Hälfte der Abrisskosten.

30 Bauvorhaben im ersten Halbjahr

Das neue Fördermodell wird gut angenommen: Im ersten Halbjahr 2026 wurden bereits 30 Bauvorhaben mit insgesamt 427 Wohneinheiten bewilligt. Das Modell leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Revitalisierung bestehender Gebäude und zur ressourcenschonenden Weiterentwicklung des Wohnungsbestandes.

Umfassende Änderungen der Förderrichtlinien

Das Land Niederösterreich hat die Wohnungsförderungsrichtlinien 2019 umfassend angepasst. Die Änderungen betreffen alle Förderbereiche – vom Eigenheim über den großvolumigen Wohnbau bis hin zur Subjektförderung.

Im Eigenheimbereich wurden die Förderkriterien modernisiert, unter anderem durch die Begrenzung der förderbaren Wohnnutzfläche und die Anpassung der Heizwärmebedarfswerte. Zusätzlich werden nun auch PV-Speicher gefördert. In der Sanierung kommen weitere Förderungen hinzu, etwa für PV-Speicher und das Modell „Reconstructing“.

Im großvolumigen Wohnbau wird der Neubau auf ein reines Zuschussmodell umgestellt und das Verfahren gestrafft. Für die Sanierung wurde ein attraktives Zuschusssystem eingeführt, ergänzt durch Verwaltungsvereinfachungen und ökologische Anreize.

In der Subjektförderung wurden mit 1. Jänner 2026 die Einkommensgrenzen angehoben. Damit sollen Förderwerber trotz inflationsbedingter Einkommenserhöhungen ihre Wohnbeihilfe oder ihren Wohnzuschuss nicht verlieren.

Weitere Informationen gibt es unter www.noe.gv.at sowie bei der NÖ Wohnbau-Hotline unter 02742/22133 (Montag bis Donnerstag von 8 bis 16 Uhr, Freitag von 8 bis 14 Uhr).

Quelle: OTS

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