Niederösterreich meldet gute Buchungslage für Sommer

Die Sommerferien haben in Niederösterreich begonnen, und die Tourismusbranche zeigt sich zuversichtlich. Rückmeldungen aus Beherbergungsbetrieben deuten auf eine stabile Nachfrage hin, so die NÖ Werbung.
Die Hochsaison für Ausflüge und Urlaube hat in Niederösterreich mit Beginn der Sommerferien eingesetzt. Ein aktuelles Stimmungsbild auf Basis von Rückmeldungen aus Beherbergungsbetrieben zeige „eine insgesamt gute und stabile Buchungslage für die Sommerferien 2026“, teilt die NÖ Werbung mit. Auch Prognosen der Österreich Werbung würden auf einen guten Sommer für die Hotellerie hindeuten.
Besonders erfreulich habe sich in der vergangenen Sommersaison von April bis Oktober die Entwicklung bei privaten Beherbergungen gezeigt. Privatquartiere, Ferienwohnungen, Ferienhäuser und Unterkünfte auf Bauernhöfen verzeichneten damals 503.673 Nächtigungen – ein Zuwachs von 4,2 Prozent gegenüber 2024. Die NÖ Werbung geht davon aus, dass sich dieser Trend heuer fortsetzt.
Waldviertel und Wiener Alpen stark nachgefragt
Im Waldviertel würden Gäste meist für drei bis vier Nächte buchen, so die NÖ Werbung. Die Region sei besonders bei Aktivurlaubern beliebt, vor allem Wander- und Radpackages seien gefragt. Auch die Mohnblüte im Juli erfreue sich großer Beliebtheit. Die meisten Gäste seien Paare, Familien und Freundesgruppen. Bei Familien mit Kindern stehe Urlaub am Bauernhof besonders hoch im Kurs. Manche Reisen würden je nach Wetterlage auch spontan gebucht.
Auch in den Wiener Alpen werde gerne spontan gebucht. Zahlreiche Betriebe seien bereits gut ausgelastet, einzelne sogar vollständig ausgebucht. Mitte August gebe es aber noch teilweise freie Kapazitäten. Die meisten Gäste würden zwischen zwei und vier Nächte bleiben, auf Bauernhöfen dagegen seien Urlaube ab sechs Tagen im Trend.
Neben Sport in der Natur, Ausflügen, Sehenswürdigkeiten, Erholung und Kulinarik seien auch kulturelle Angebote gefragt, etwa die Raimundspiele Gutenstein im Bezirk Wiener Neustadt, der Kultursommer und Theaterveranstaltungen in Reichenau im Bezirk Neunkirchen.
Weinviertel und Mostviertel mit unterschiedlichen Schwerpunkten
Ins Weinviertel würden viele Touristinnen und Touristen wegen Kulinarik, Wein, Radfahren und Wellness kommen. Zahlreiche Gäste, meist Paare, stammten aus Wien, Oberösterreich und der Steiermark und blieben für zwei bis vier Nächte. Familien würden zudem gerne spezielle Thermen-Angebote nutzen.
Im Mostviertel seien einige Betriebe zwischen Mitte Juli und Mitte August „sehr gut gebucht“, vor allem von Familien aus dem Inland sowie aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Die meisten reisten zum Radfahren und Baden, aber auch zur Erholung und wegen der Natur an.
Donauregion mit unterschiedlicher Auslastung
Rund um die Donau sei die Buchungslage hingegen durchwachsen. Während die Regionen Römerland-Carnuntum-Marchfeld und Wachau-Nibelungengau-Kremstal „eine gute bis sehr gute Buchungslage“ verzeichnen würden, sei die Buchungslage im Tullner Donauraum „eher mäßig“.
In der Region Wachau-Nibelungengau-Kremstal würden vorwiegend Gäste aus Österreich, Deutschland, den Niederlanden und Tschechien geortet. Gefragt seien dort vor allem Radfahren und Wandern als auch Aktiv-Ausflüge mit Kindern.