Niederösterreich präsentiert Tourismusstrategie bis 2030

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Luberegg bei Emmersdorf wurde die neue Tourismusstrategie für Niederösterreich vorgestellt. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner stellte am Dienstagabend die Schwerpunkte für die kommenden Jahre vor.

Die „Tourismusstrategie Niederösterreich 2030+“ wurde am Dienstagabend in Luberegg bei Emmersdorf präsentiert. Unter dem Motto „Tourismusland Niederösterreich – Qualität schafft Erlebnisse“ informierte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner Vertreterinnen und Vertreter der Branche über die künftigen Schwerpunkte.

Mikl-Leitner betonte, dass man in einem Land lebe, in dem andere Urlaub machen. Die Vorzüge des Landes bildeten die Grundlage für die neue Strategie. Bei der Erarbeitung habe man nicht über, sondern mit dem Tourismus reden wollen. 200 Persönlichkeiten aus der Branche, den Gemeinden sowie aus Kunst und Kultur hätten mitgearbeitet, erklärte sie.

Zwei Milliarden Euro Umsatz

Die Tourismusbranche erwirtschaftet in Niederösterreich rund zwei Milliarden Euro Umsatz. Mit der neuen Strategie wolle man den Touristikerinnen und Touristikern die Arbeit erleichtern, Bürokratie abbauen, Verfahren beschleunigen, die Digitalisierung forcieren und die Effizienz in den Betrieben steigern. Gleichzeitig gelte es, die Qualität weiter zu erhöhen. Das bedeute für die Betriebe, viel Geld zu investieren, und für das Land, sie dabei zu unterstützen, so die Landeshauptfrau.

Man wolle mehr Gäste nach Niederösterreich holen, vor allem internationale Gäste, sagte Mikl-Leitner. Dieser Bereich habe in den vergangenen Jahren um 20 Prozent zugelegt. Mit der Tourismusstrategie 2030+ verspüre sie viel Kraft in der Branche. Entscheidend seien dabei die Menschen in den Regionen. Alles sei nichts ohne Begeisterung. Das Wichtigste sei, dass man für den Tourismus brenne und diese Begeisterung auch bei den Gästen entfache. Man schaffe es nicht ohne die Menschen in den Regionen, die dafür brennen, so die Landeshauptfrau.

Digitalisierung und Nachwuchs im Fokus

Staatssekretärin Elisabeth Zehetner merkte an, dass die Tourismusstrategie Hand in Hand mit der Vision T gehe. Die Stärke Niederösterreichs sei seine Vielfalt, Ziel müsse es sein, mehr Wertschöpfung in den Regionen zu generieren. Digitalisierung sei ein wesentlicher Schwerpunkt, wobei die Herausforderung darin bestehe, diese Vielfalt zu beschreiben und auffindbar zu machen. Gleichzeitig bleibe der Tourismus trotz aller Digitalisierung ein Geschäft zwischen Menschen. Deshalb müsse man die Menschen in den Vordergrund stellen und auf den Nachwuchs schauen – egal ob Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter oder Betriebsnachfolger, so Zehetner.

Wirtschaftskammer NÖ-Spartenobmann Mario Pulker und Johannes Scheiblauer von der Österreichischen Hotelvereinigung beleuchteten aktuelle Herausforderungen der Branche. Pulker verwies auf die Bedeutung von Saisonarbeitskräften, um die hohe Qualität der touristischen Dienstleistungen sicherzustellen. Scheiblauer thematisierte die Veränderungen im Wirtschaftstourismus, der sich unter anderem durch die zunehmende Nutzung von Online-Meetings stark gewandelt habe. Niederösterreich habe einen sehr hohen Anteil am Wirtschaftstourismus. Früher sei man für ein zweistündiges Meeting um die halbe Welt geflogen, heute werde das oft durch Online-Meetings ersetzt, erklärte er.

Weiters kamen Julia Flunger-Schulz, Eveline Gruber-Jansen, Karl Morgenbesser, Hartmut Rameder, Helmut Miernicki, Karin Weissenböck, Feri Schwarz, Michael Duscher, Karin Rosenberger, Angelika Ponecz und Kerstin Koren zu Wort. Sie beleuchteten Chancen und Perspektiven in den vier zentralen Bereichen Ausflugstourismus, Urlaubstourismus, Gesundheitstourismus und Wirtschaftstourismus.

Quelle: OTS

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