Niederösterreich sammelte über 1.000 Tonnen Altspeiseöl

Mathias FischerMathias Fischer
© Mit KI (Gemini) generiert

In Niederösterreich wurden im Jahr 2025 mehr als 1.000 Tonnen Altspeiseöl und -fett gesammelt und zu Biodiesel verarbeitet. Dadurch konnten rund 3,1 Millionen Kilogramm CO₂-Emissionen eingespart werden.

Das Land Niederösterreich, die NÖ Umweltverbände und die Münzer Bioindustrie haben für das Jahr 2025 eine positive Bilanz vorgelegt: Mehr als 1.000 Tonnen Altspeiseöl und -fett wurden in Niederösterreich gesammelt und zu nachhaltigem Biodiesel weiterverarbeitet. Die Umwandlung des Rohstoffs ermöglichte eine Einsparung von etwa 3,1 Millionen Kilogramm CO₂.

LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP) sieht darin einen Beleg für den Beitrag der Bevölkerung zum Klimaschutz. Korrekt entsorgtes Altspeiseöl und -fett schütze nicht nur die Kanalisation und Abwassersysteme, sondern werde zu einem wertvollen Energieträger mit messbarem Nutzen für Klima und Umwelt. Das Rekordergebnis zeige, wie erfolgreiche Partnerschaften, moderne Kreislaufwirtschaft und das Engagement der Bevölkerung einen nachhaltigen Unterschied machen können.

Sammelmengen in fünf Jahren um 20 Prozent gestiegen

Die Entwicklung ist das Ergebnis einer langjährigen Kooperation zwischen den NÖ Umweltverbänden und der Münzer Bioindustrie. In den vergangenen fünf Jahren konnten die Sammelmengen um rund 20 Prozent gesteigert werden. Die kontinuierlich wachsende Beteiligung zeige, dass das Bewusstsein für nachhaltige Entsorgung und Ressourcenschonung in den Haushalten zunehme.

Ewald-Marco Münzer, Geschäftsführer der Münzer Bioindustrie, betonte die Bedeutung der Partnerschaft mit den NÖ Umweltverbänden. Sein Dank gelte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Umweltverbände sowie den Bürgerinnen und Bürgern, die durch ihr Engagement aktiv zur CO₂-Reduktion beitragen. Jeder Liter gesammeltes Altspeiseöl und -fett sei ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz und zur heimischen Kreislaufwirtschaft.

CO₂-Zertifikat in St. Pölten übergeben

Bei einem gemeinsamen Termin in St. Pölten wurde das Sammelergebnis gewürdigt und ein CO₂-Zertifikat über die eingesparte Emissionsmenge übergeben. Für die NÖ Umweltverbände bestätigt das Ergebnis die Bedeutung regionaler Kreislaufwirtschaftssysteme, die ökologische und wirtschaftliche Vorteile miteinander verbinden.

Martin Leonhardsberger, Aufsichtsratsvorsitzender der NÖ BAWU, erklärte, dass Altspeiseöl und -fett kein Abfall, sondern ein wertvoller Rohstoff sei. Durch die aktive Mitwirkung der Bevölkerung gelinge es, Ressourcen sinnvoll zu nutzen, Umweltbelastungen zu reduzieren und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. Das Ergebnis unterstreiche das Potenzial einer funktionierenden Sammelinfrastruktur.

Biodiesel verursacht bis zu 93 Prozent weniger CO₂

Die Zusammenarbeit zwischen der Münzer Bioindustrie und den NÖ Umweltverbänden besteht seit mehr als einem Jahrzehnt. Gesammelt werden gebrauchte Speiseöle und Fette aller Art – darunter Frittieröl, Bratenfett, Butterreste, Pflanzenöle oder Öle von eingelegten Lebensmitteln. Diese werden an den zahlreichen Sammelstellen der niederösterreichischen Abfallwirtschaft abgegeben und anschließend von Münzer aufbereitet und zu hochwertigem Biodiesel verarbeitet, wie Christian Macho, Präsident der NÖ Umweltverbände, ergänzte.

Der daraus erzeugte Biodiesel verursacht im Vergleich zu fossilem Diesel bis zu 93 Prozent weniger CO₂-Emissionen. Dadurch werden vermeintliche Küchenabfälle zu einem wichtigen Baustein der Energiewende und leisten einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs- und Transportsektors. Gleichzeitig werden fossile Rohstoffe ersetzt und regionale Stoffkreisläufe gestärkt.

NÖLI-Sammelbehälter ermöglichen einfache Rückgabe

Die Teilnahme an der Sammlung ist für die Bevölkerung mit nur geringem Aufwand verbunden. Die bewährten NÖLI-Sammelbehälter ermöglichen eine einfache und komfortable Rückgabe von Altspeiseöl und -fett. Dadurch wird nachhaltiges Handeln unkompliziert in den Alltag integriert.

Die steigenden Sammelmengen zeigen, dass die Bevölkerung die Bedeutung einer fachgerechten Entsorgung von Altspeiseöl und -fett zunehmend erkennt. Münzer, die NÖ Umweltverbände und das Land Niederösterreich sehen noch weiteres Potenzial. Ziel der gemeinsamen Informations- und Bewusstseinsarbeit ist es, künftig noch mehr Haushalte für die Sammlung zu gewinnen und die vorhandenen Sammelsysteme weiter auszubauen.

Quelle: OTS

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