Niederösterreich startet KI-Chatbot für Gesundheitsfragen

Die Initiative „Tut gut!“ bietet ab sofort einen digitalen Gesundheitsassistenten an. Der KI-gestützte Chatbot greift auf wissenschaftlich geprüfte Quellen zurück und soll verlässliche Gesundheitsinformationen liefern.
Das Land Niederösterreich hat am Montag einen neuen digitalen Gesundheitsassistenten präsentiert. Landesrat Anton Kasser stellte gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Österreichischen Plattform Gesundheitskompetenz (ÖPGK) und der Initiative „Tut gut!“ das neue Angebot im Landhaus vor. Der Chatbot ist ab sofort unter chat.noetutgut.at verfügbar.
„Wenn es wo zwickt, greifen viele zum Smartphone oder suchen im Internet. Das ist leicht, geht schnell und wir haben rasch Informationen. Falsche Informationen können aber fatale Folgen haben“, erklärte Kasser. Ziel sei es, Gesundheitswissen verständlich und alltagstauglich aufzubereiten und Orientierung zu geben. Menschen müssten Informationen nicht nur finden, sondern auch verstehen, beurteilen und auf ihre eigene Lebenssituation anwenden können.
KI-Chatbot nutzt geprüfte Datenquellen
Der neue digitale Assistent ist ein durch Künstliche Intelligenz unterstützter Chatbot. Anders als herkömmliche Systeme greift er nicht auf das gesamte Internet zurück, sondern nutzt gezielt ausgewählte, wissenschaftlich geprüfte Inhalte. „Der Chatbot von ‚Tut gut!' liefert gesicherte und kontrollierte Daten“, betonte der Landesrat.
In einer ersten Phase stehen allgemeine Gesundheitsthemen sowie Informationen zur mentalen Gesundheit zur Verfügung. Der Chatbot ist über die Website von „Tut gut!“ oder direkt über die Adresse chat.noetutgut.at erreichbar.
Keine Diagnosen, sondern Orientierung
Alexandra Benn-Ibler, Projektleiterin „Gesundheitskompetenz“ bei „Tut gut!“, stellte klar: „Er soll und darf keine Diagnosen stellen oder Therapieempfehlungen aussprechen, sondern Orientierung im Sinne eines gesundheitskompetenten Kompasses geben.“ Die Datenbasis stamme von wissenschaftlich fundierten Partnerorganisationen aus dem Gesundheitsumfeld.
Edith Flaschberger von der Gesundheit Österreich GmbH verwies auf die österreichischen Gesundheitsziele: „Gute Gesundheitsinformation ist als Themenschwerpunkt in den österreichischen Gesundheitszielen verankert und soll Menschen dabei helfen, selbstbestimmt gute Entscheidungen in Gesundheitsfragen für sich und ihre Nächsten treffen zu können.“
Kostenlos und rund um die Uhr verfügbar
Wolfgang Hemmerich, Geschäftsführer der k25 Werbeagentur, erläuterte die technische Umsetzung: „Der Gesundheitsassistent ist ein Webprogramm, das mit KI arbeitet, aber nicht live auf das Internet zugreift, sondern Wissen aus der eigenen Wissensbasis holt.“ Der Dienst sei kostenlos und rund um die Uhr verfügbar. Fragen und Antworten würden anonym behandelt.
Quelle: OTS
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