Niederösterreich startet KI-Gesundheitsassistenten

Die Initiative „Tut gut!“ hat einen digitalen Gesundheitsassistenten vorgestellt. Der KI-gestützte Chatbot soll Niederösterreicherinnen und Niederösterreichern helfen, verlässliche Gesundheitsinformationen zu finden.
„Tut gut!“ bietet ab sofort einen neuen digitalen Service an: Ein KI-gestützter Chatbot soll Menschen dabei unterstützen, wissenschaftlich fundierte Antworten auf Gesundheitsfragen zu erhalten. Anders als herkömmliche Chatbots greift das Tool nicht auf das gesamte Internet zurück, sondern nutzt gezielt ausgewählte, geprüfte Inhalte als Datenbasis.
„‚Tut gut!' will die Menschen dabei unterstützen, faktenbasiert Entscheidungen für ihre eigene Gesundheit zu treffen“, erklärte Landesrat Anton Kasser bei der Präsentation. Das Angebot zahle auf den Gesundheitsplan 2040+ ein und stärke die Gesundheitskompetenz in Niederösterreich.
Orientierung statt Diagnose
Der digitale Assistent ist über die Website von „Tut gut!“ sowie direkt unter chat.noetutgut.at erreichbar. In der ersten Ausbaustufe stehen allgemeine Gesundheitsthemen und Informationen zur mentalen Gesundheit zur Verfügung. Geplant sind weitere Erweiterungen um die wichtigsten „Tut gut!“-Angebote sowie die Bereiche Ernährung und Bewegung.
Alexandra Benn-Ibler von „Tut gut!“ stellte klar: „Unser neuer Assistent soll und darf keine Diagnosen stellen oder Therapieempfehlungen aussprechen, sondern Orientierung im Sinne eines gesundheitskompetenten Kompasses geben.“ Die Datenbasis stamme von wissenschaftlich fundierten Partnerorganisationen aus dem Gesundheitsumfeld.
Gesundheitskompetenz als Ziel
Hintergrund der Initiative ist die wachsende Herausforderung, verlässliche von irreführenden Gesundheitsinformationen zu unterscheiden. Über Suchmaschinen, soziale Medien oder Videos erhalten Menschen innerhalb von Sekunden unzählige Antworten – doch die Qualität variiert stark.
„Gesundheitskompetenz bedeutet mehr als nur das Finden von Informationen. Menschen müssen Informationen auch verstehen, beurteilen und auf ihre eigene Lebenssituation anwenden können“, so Kasser.
Edith Flaschberger von der Gesundheit Österreich GmbH betonte, dass gute Gesundheitsinformation in den österreichischen Gesundheitszielen verankert sei. Sie solle Menschen dabei helfen, selbstbestimmt gute Entscheidungen in Gesundheitsfragen für sich und seine Nächsten treffen zu können.
Die Österreichische Plattform für Gesundheitskompetenz (ÖPGK) definiert gute Gesundheitsinformation als leicht verständlich, zielgruppenorientiert, umfassend, unabhängig, unverzerrt, geschlechtergerecht, verlässlich und evidenzbasiert. Sie sei zudem ein wichtiger Eckpunkt der gesundheitlichen Chancengleichheit und erspare dem Gesundheitssystem unnötige Kosten.
Worüber spricht Asparn an der Zaya?
Kostenloses News Briefing aus deiner Region – 1x pro Woche für Gemeinden.
Mit der Anmeldung nimmst du die Datenschutzerklärung zur Kenntnis.