Niederösterreich vergibt Exzellenzstipendien an sieben Studierende

Das Land Niederösterreich fördert sieben junge Menschen mit Exzellenzstipendien für ihr Studium an internationalen Spitzenuniversitäten. Die Stipendien sind mit bis zu 20.000 Euro pro Jahr dotiert.
Niederösterreich unterstützt sieben Studierende dabei, ihre akademische Ausbildung an renommierten Universitäten im Ausland zu absolvieren. Die Geförderten studieren an Einrichtungen wie Stanford, Oxford, der ETH Zürich oder anderen internationalen Spitzenuniversitäten.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner betonte, dass die beste Zukunft für das Land mit den besten Chancen für junge Menschen beginne. Wer an internationalen Spitzenuniversitäten studiere und forsche, lerne nicht nur auf höchstem Niveau, sondern sammle wertvolle Erfahrungen fürs Leben. Das Wissen und die internationale Erfahrung würden die Regionen stärken und Niederösterreich im globalen Wettbewerb sichtbarer, innovativer und erfolgreicher machen.
Förderung für Erststudium an Exzellenzuniversitäten
LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, zuständig für Wissenschaft, erklärte, dass mit den Exzellenzstipendien junge Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher gefördert würden, die ihr Erststudium an einer Universität mit Exzellenzcharakter im Ausland beginnen. Viele dieser jungen Menschen würden später in Wirtschaft, Wissenschaft oder im öffentlichen Bereich Verantwortung übernehmen.
Die Förderhöhe beträgt bis zu 20.000 Euro pro Jahr. Vergabekriterien sind die herausragende persönliche Eignung durch den Nachweis eines ausgezeichneten Schul- oder Studienerfolgs, Referenzen von Fachprofessorinnen und -professoren sowie weitere besondere Leistungen. Der Exzellenzcharakter der Universität wird anhand internationaler Hochschulrankings beurteilt.
Von Violine bis Quantencomputer
Chiara Bammer absolvierte ihre Diplomprüfung an der Musikschule Klosterneuburg und gewann zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben. Ab Herbst wird sie Violine am Royal College of Music in London studieren. Sie freue sich besonders darauf, von international herausragenden Musikerinnen und Musikern zu lernen und die vielen Möglichkeiten für Orchester, Kammermusik, Meisterkurse und Konzerte zu nutzen.
Florian Chen aus Baden wird ein vierjähriges Doktoratsstudium „Computer Science“ an der University of Oxford absolvieren. Sein besonderes Forschungsinteresse gilt der Künstlichen Intelligenz und insbesondere der Frage, wie sich das Training leistungsfähiger KI-Modelle energieeffizienter gestalten lässt. Er werde an Algorithmen forschen, die den dafür erforderlichen Energiebedarf reduzieren sollen.
Der aus St. Pölten stammende Benedikt Schrabauer wird sein Master-Studium im Bereich „Quantum Engineering“ an der ETH Zürich absolvieren. Das Exzellenzstipendium erlaube ihm, sich mit voller Konzentration seiner Leidenschaft für Quantentechnologien zu widmen. Sein Ziel sei es, zur Entwicklung von Quantencomputern beizutragen und dabei zu helfen, diese Technologie aus dem Labor in die Praxis zu bringen.
Susanne Schmalwieser aus Münchendorf wird ihr Doktorat im Bereich „Linguistics“ an der Lancaster University in England absolvieren. Die Universität zähle in diesem Fach zur Weltspitze und biete ein ideales intellektuelles Umfeld, um ihr Dissertationsprojekt zu sozialen Medien und ihrem Einfluss auf politische Diskurse und Meinungsbildung durchzuführen.
Die weiteren Stipendiatinnen und Stipendiaten sind:
- Benjamin Collins aus Alland (Universidad de Chile)
- Philipp Grosinger aus Ebenfurth (ETH Zürich)
- Rosanna Pottmann aus Leopoldsdorf (The University of Chicago Booth, School of Business)
Quelle: OTS
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