Niedrigwasser legt Kriegsschiff-Wracks in Donau frei

Bei Ardagger im Bezirk Amstetten sind derzeit die Überreste zweier deutscher Kriegsschiffe in der Donau sichtbar. Der niedrige Wasserstand macht die Wracks aus dem Jahr 1945 sichtbar, die nach Beschuss durch US-Panzer von der eigenen Besatzung versenkt wurden.
Der niedrige Pegelstand der Donau gibt bei Ardagger im Bezirk Amstetten derzeit den Blick auf zwei versunkene Kriegsschiffe frei. Die Wracks ragen aus dem Wasser und erinnern an die letzten Tage des Zweiten Weltkriegs in Niederösterreich.
Bei den Schiffen handelt es sich um ehemalige deutsche Artilleriefährprahme. Nachforschungen zufolge wurden sie 1945 von US-amerikanischen Panzern beschossen. Die beschädigten Schiffe mussten zunächst anlegen, bevor sie durch Sprengungen der eigenen Mannschaft versenkt wurden. Versuche, die Wracks zu bergen, scheiterten.
Kampfhandlungen der letzten Kriegstage
Die versunkenen Schiffe „zeugen von den Kampfhandlungen der letzten Kriegstage 1945 in Österreich“, wie der Hobby-Historiker Gerald Tagwerker in mehrjährigen Nachforschungen herausfand. Die beiden Artilleriefährprahme gerieten in ein Gefecht mit sechs bis acht US-amerikanischen Panzern. Nach dem Beschuss waren sie nicht mehr fahrtüchtig und dürften von den Deutschen selbst versenkt worden sein.
Die Geschichte der Wracks konnte durch die Auswertung von US-Lageberichten, dem Tagebuch eines Schiffsmaschinisten, Zeitzeugeninterviews, 3D-Aufnahmen und eines Tauchganges rekonstruiert werden.
Keine Gefahr durch Munition
Bürgermeister Johannes Pressl (ÖVP) gab Entwarnung bezüglich möglicher Munitionsreste. Die Schiffe seien bereits vor langer Zeit entschärft worden, weshalb keine Gefahr bestehe.
Quelle: APA
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