NÖ LGA und IMC Krems vereinbaren Forschungspartnerschaft

Die NÖ Landesgesundheitsagentur und das IMC Krems haben ein Memorandum of Understanding unterzeichnet. Die strategische Partnerschaft soll Forschung und Innovation in der Gesundheitsversorgung vorantreiben.
Die NÖ Landesgesundheitsagentur und das IMC Krems haben ihre Kooperation formalisiert. Durch die Unterzeichnung eines Memorandum of Understanding entsteht eine langfristige strategische Partnerschaft. Die Zusammenarbeit konzentriert sich auf Forschung, Innovation, Digitalisierung und die Förderung des Nachwuchses.
Landesrat Anton Kasser hebt hervor, dass die Verbindung der beiden Institutionen neue Chancen für gemeinsame Forschungs- und Innovationsprojekte schaffe. „Davon profitieren die Patientinnen und Patienten ebenso wie der Wissenschafts- und Gesundheitsstandort Niederösterreich“, betont er.
Wissenschaft schneller in die Praxis bringen
Die Partnerschaft verfolgt das Ziel, die Stärken beider Einrichtungen zu bündeln. Wissenschaftliche Erkenntnisse sollen rascher in die klinische Anwendung überführt werden. Neue medizinische Standards und innovative Technologien sollen dadurch schneller bei den Patientinnen und Patienten ankommen.
Geplant sind gemeinsame nationale und internationale Forschungs- und Innovationsprojekte. Beide Partner wollen zudem gemeinsam Drittmittel auf nationaler und europäischer Ebene einwerben. Ein weiterer Fokus liegt auf der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses und dem fachlichen Austausch. Auch gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen sind vorgesehen.
Die Kooperation soll einen Beitrag zu den Forschungs- und Digitalisierungszielen des Landes Niederösterreich sowie zur Wirtschaftsstrategie 2030+ leisten.
Potenzial der Kliniken nutzen
Die beiden Vorstände der NÖ LGA, Bernhard Kadlec und Elisabeth Bräutigam, verweisen auf das Potenzial der Kliniken und Pflege- und Betreuungszentren für die praxisnahe Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung. Gleichzeitig brauche es starke wissenschaftliche Partner, um neue Erkenntnisse und Technologien strukturiert zu entwickeln und zu evaluieren. „Gemeinsam wollen wir Innovation nicht nur erforschen, sondern sie für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie für unsere Patientinnen und Patienten konkret nutzbar machen“, erklären sie.
Attraktivität für Fachkräfte steigern
Die Kooperation soll auch die Attraktivität Niederösterreichs für hochqualifizierte Fachkräfte und internationale Kooperationen erhöhen. Die bereits bestehende Recruitingpartnerschaft zwischen der NÖ LGA und dem IMC Krems wird weiter intensiviert.
Ulrike Prommer, Geschäftsführerin des IMC Krems, betont den Anspruch der Hochschule, Forschung eng mit konkreten Herausforderungen aus der Praxis zu verbinden. Die institutionalisierte Zusammenarbeit eröffne zusätzliche Möglichkeiten, gemeinsam Forschungsfragen zu bearbeiten und innovative Lösungen zu entwickeln. Gleichzeitig würden wertvolle Perspektiven für Studierende und Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchswissenschafter geschaffen.
Mit dem Memorandum of Understanding erhält die bereits bestehende Zusammenarbeit einen strategischen Rahmen. Neben konkreten Forschungs- und Innovationsvorhaben sollen künftig auch neue Kooperationsmöglichkeiten laufend identifiziert und gemeinsam weiterentwickelt werden.
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