Notfallversorgung in Niederösterreich bis 2027 umgebaut

Mathias FischerMathias Fischer
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© Volkspartei Niederösterreich

Die Notfallversorgung in Niederösterreich wird umstrukturiert und soll bis 2027 flächendeckend gesichert sein. Das kündigte Franz Dinhobl (ÖVP) bei einer Pressekonferenz in St. Pölten an. Rettungsorganisationen tragen die Neuausrichtung mit.

Die Notfallversorgung in Niederösterreich wird neu aufgestellt. Die Umstrukturierung des Rettungswesens, die im Gesundheitsplan 2040+ vorgesehen ist, soll bis spätestens 1. April 2027 abgeschlossen sein. Das erklärte Franz Dinhobl, Gesundheitssprecher der Volkspartei Niederösterreich, bei einer Pressekonferenz in St. Pölten.

Die künftige Rettungskette bestehe nicht nur aus einem einzelnen Punkt auf der Landkarte, betonte Dinhobl. Sie setze sich zusammen aus raschem Notruf, korrekter Einschätzung, gut geschulten Einsatzkräften, moderner Telemedizin und dem Transport in jene Klinik, die für den jeweiligen Notfall die beste Versorgung biete.

Bündelung von Kompetenzen notwendig

Prim. Dr. Alexander Egger, ärztlicher Direktor des Landesklinikums Scheibbs, ist selbst als Notarzt bei der ÖAMTC Flugrettung und beim Roten Kreuz tätig und engagiert sich zudem bei der Bergrettung. Er erläuterte bei der Pressekonferenz, dass sich die Notfallmedizin zu einer hochkomplexen Disziplin entwickelt habe. Diese Kompetenzen erlange man nicht durch einen Kursabschluss, sondern durch langjährige klinische Tätigkeit.

Gerade bei seltenen, aber hochkomplexen Einsätzen brauche es den bestausgebildeten Notarzt, eine optimale Behandlung vor Ort und den schnellstmöglichen Transport ins richtige Zielklinikum, so Egger. Niemand würde sich von einem Chirurgen den Blinddarm entfernen lassen, wenn dieser den Eingriff nur einmal im Jahr durchführe. Diesen Umstand der seltenen Ereignisse habe man jedoch aktuell im Notarztwesen in Niederösterreich. Aufgrund der zunehmenden Spezialisierung komme es überall im Gesundheitswesen zur Bündelung von Leistungen – und so begründe sich auch eine Reduktion der Notarztstützpunkte.

Bestehende Strukturen erst bei Ersatz ändern

Ein entscheidender Grundsatz gelte dabei: Bestehende Strukturen würden erst verändert, wenn entsprechender Ersatz bereitstehe. Mit höher ausgebildeten Notfallsanitäterinnen und Notfallsanitätern, dem Ausbau der Acute-Community-Nurse-Standorte und des Telenotarztes sowie einem Ausbau und einer Verbesserung der Flugrettung werde das Rettungswesen der Zukunft noch engmaschiger und zielgerichteter aufgestellt, als es heute sei.

Die Präsidenten von Rotem Kreuz und Samariterbund sowie der Geschäftsführer von Notruf NÖ hätten im Gesundheitsausschuss bestätigt, dass die neue Struktur umsetzbar sei und bis spätestens 1. April 2027 bereitstehen könne, stellte Dinhobl klar. Damit sei die Notfallversorgung in Niederösterreich langfristig flächendeckend gesichert.

Kritik an SPÖ-Landesparteivorsitzendem

Auf die anhaltende Verunsicherung durch den SPÖ-Landesparteivorsitzenden Hergovich reagierte Dinhobl mit deutlichen Worten. Wer dutzenden Fachleuten misstraue und bewusst Angst schüre, arbeite nicht für, sondern gegen die Bevölkerung. Gerade beim Thema Gesundheit brauche es keine Panikmache, sondern Verantwortung.

Nicht verantwortungsvoll sei es, wenn Hergovich beim Gesundheitsausschuss einen sogenannten Experten zu Wort kommen lasse, der mehr durch das frühzeitige Verlassen des Ausschusses auffalle als durch konstruktive Antworten. Zu allem Überfluss sei der Hergovich-Experte für einige Wortmeldungen sogar von der Ausschussvorsitzenden Scheele zurechtgewiesen worden, bei der sich Dinhobl für die konstruktive Sitzungsführung bedankte. Hergovich sei daher dringend aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und seine parteitaktischen Spielchen auf Kosten der Gesundheit der niederösterreichischen Bevölkerung einzustellen.

Quelle: https://vpnoe.at/news/vpnoe-dinhobl-notfallversorgung-in-niederoesterreich-langfristig-gesichert

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