Notoperation rettet 80-Jährigen nach Flugunfall

Mona HopfingerMona Hopfinger
Kleinflugzeug in bergiger Landschaft mit kurvenreicher Straße
© Mit KI (Gemini) generiert

Ein 80-jähriger Pilot aus Zell am See überlebte einen schweren Flugunfall in Krimml nur dank einer Notoperation im Klinikum Schwarzach. Alfred Kroissenbrunner war am 4. Oktober beim Start mit seiner Maschine in ein abgestelltes Flugzeug gekracht, so der ORF.

Der Pinzgauer Alfred Kroissenbrunner befindet sich auf dem Weg der Besserung und wird demnächst vom Spital in die Rehabilitation verlegt. Die Notoperation im Klinikum Schwarzach rettete ihm das Leben, da die Klinik auf Verletzungen innerer Organe spezialisiert ist.

Der Unfall ereignete sich am 4. Oktober auf einer Wiese in Krimml, am letzten Tag des heurigen Gebirgspilotentreffens. Beim Start streifte Kroissenbrunner mit seinem Flieger zunächst mehrere abgestellte Flugzeuge, bevor er in eines davon krachte.

Schwere innere Verletzungen

Der Aufprall gegen den Steuerknüppel verursachte lebensbedrohliche innere Verletzungen. „Es ist unglaublich. Der Primar hat mir gesagt, welche Organe ich im Krankenhaus gelassen habe“, schilderte der Pilot. Ein Viertel seines Magens und ein Teil des Dickdarms mussten entfernt werden, das an vielen Stellen eingerissene Zwerchfell wurde wieder angenäht.

Primar Reiko Wießner erklärte, dass Kroissenbrunner biologisch jünger sei als sein tatsächliches Alter. Der fitte Patient mit viel Muskelmasse habe bereits bei den Untersuchungen und der Operation einen guten Eindruck gemacht.

Erfahrung mit schweren Verletzungen

Das Spital zeigte sich sehr zufrieden mit dem Zustand des Patienten. Ein wichtiger Faktor sei die hohe Expertise der Chirurgie in Schwarzach bei Operationen innerer Organe gewesen, so Wießner. Man habe dort relativ viele lebensbedrohliche Verletzungen wie Risse in Leber, Milz und Bauchspeicheldrüse zu behandeln. Viele verletzte Touristen und Sportler, etwa Radfahrer und Motorradfahrer, würden hierher gebracht.

Ursache noch unklar

Die Unfallursache wird weiterhin ermittelt. Kroissenbrunner flog die Maschine mehr als 50 Jahre lang, erst zwei Wochen vor dem Unfall hatte er die letzte Wartung durchgeführt. Der Pilot vermutet einen defekten Bremszylinder als Ursache und betonte, dass kaum jemand so viele Flugstunden mit dieser Maschine absolviert habe wie er.

Ob die Sachverständigen zu demselben Schluss kommen, wird ihr Bericht zeigen. Die beinahe 70 Jahre alte Cessna sei jedenfalls nicht mehr zu reparieren, befürchtet der Pilot. Er selbst möchte unbedingt wieder fliegen.

Die Wiese außerhalb des Ortszentrums, auf der die Kleinmaschinen starteten und landeten, wurde auf Initiative von Kroissenbrunner ausgewählt. Das Fliegertreffen fand heuer zum neunten Mal statt.

Quelle: https://salzburg.orf.at/stories/3376336/

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