Novomatic steigert Gewinn auf 289,6 Millionen Euro

Mathias FischerMathias Fischer
Spielautomaten im Casino mit leuchtenden Bildschirmen und Sitzgelegenheiten
© Vanessa Valkhof / Pexels (Symbolbild)

Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic hat 2025 trotz sinkender Umsätze deutlich mehr verdient. Das Ergebnis stieg auf 289,6 Millionen Euro, nach 77,2 Millionen Euro im Vorjahr.

Novomatic erwirtschaftete im vergangenen Jahr einen Umsatz von 3,62 Milliarden Euro. Das entspricht einem Rückgang von 2,4 Prozent gegenüber 2024. Gleichzeitig musste der Konzern mit 487 Millionen Euro um 3,7 Prozent mehr an Glücksspielabgaben und Wettgebühren zahlen. Das operative Ergebnis (EBITDA) kletterte dennoch um 12,4 Prozent auf 893,5 Millionen Euro.

Als Grund für den Umsatzrückgang nannte der Konzern im Jahresabschluss den Verkauf einzelner Gesellschaften. Der größte Teil davon entfiel auf die Region Osteuropa. Gegen Jahresende entschied sich Novomatic jedoch aus strategischen Gründen, die Tochtergesellschaften in ausgewählten CEE-Ländern wieder zurückzukaufen. Auch der Verkauf von Admiral Österreich an Tipico trug zum Umsatzminus bei. Zuwächse verzeichnete der Konzern in der Region „Übrige Märkte“, was vor allem auf die Übernahme der französischen Casino-Gruppe Vikings Casinos zurückgeht.

Online-Geschäft und Großbritannien mit Wachstum

Die Greentube-Gruppe, die das Online-Geschäft des Konzerns bündelt, verzeichnete das zweithöchste Wachstum. In Großbritannien begründete Novomatic das deutliche Wachstum mit steigenden Automateneinnahmen. Zudem wurden weitere Automatensalons übernommen.

Übernahmen in mehreren Ländern

Neben Vikings Casinos mit elf Casinos, vier Hotels und zwei Immobiliengesellschaften erwarb Novomatic in Deutschland die Berlejung GmbH sowie die Power Play Spielhallenbetriebsgesellschaft mit insgesamt zwölf neuen Spielhallen. In Italien kaufte der Konzern zwei Bingobetriebe in Cagliari auf Sardinien. Außerdem erwarb Novomatic Italia die ausstehenden Anteile an der Admiral Game Network.

Weitere kleinere Zukäufe umfassten etwa acht Spielhallen in Spanien. Zudem erhöhte Novomatic ihre Beteiligung an der australischen Ainsworth Game Technologie von 52,9 Prozent auf 65,2 Prozent.

Regulatorische Verschärfungen in mehreren Märkten

In mehreren Ländern gab es regulatorische Änderungen: In Großbritannien wurde die Anzahl der Spielautomaten pro Casino beschränkt. Zudem wurden die Einsatzlimits für Online-Slots herabgesetzt. In den Niederlanden stieg die Glücksspielsteuer in einem ersten Schritt von 30,5 auf 34,2 Prozent. Auch in Rumänien wurde die Glücksspielabgabe sowohl für das Automatenspiel als auch im Onlinebereich erhöht.

In Lettland wurden örtliche Beschränkungen für Glücksspielstandorte eingeführt, wobei 4- und 5-Stern-Hotels davon ausgenommen sind. Bestehende Angebote bleiben noch fünf Jahre gültig.

Der Glücksspielkonzern schüttete eine Dividende von 50,2 Millionen Euro aus, nach 70 Millionen Euro im Jahr davor.

Quelle: APA

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